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	<title>Dimension Mentales &amp; Soziales Archive - 22316_MAG</title>
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	<description>Das Magazin für Gestalter organisationaler Resilienz</description>
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		<title>Worte an 2025 von Herausgeberin Jana Meißner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 10:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zukunft sah früher schon mal besser aus! Kriege, KI, Klimakrise – die Welt scheint aus den Fugen. Viele fühlen sich in Anbetracht der multiplen Krisen machtlos, ziehen sich zurück, überwältigt von Fragilität und Wandel. 2025 wird sicher kein Jahr der Klarheit und der einfachen Lösungen. Vielleicht gelingt uns etwas Akzeptanz! Zum Umgang mit der Zukunft haben wir ein paar Vorschläge eines Zukunftsforschers für Sie zusammengestellt. Mit welchem starten Sie ins neue Jahr? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2024/12/worte-an-2025/">Worte an 2025 von Herausgeberin Jana Meißner</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><em>„Ich möchte heute kein Kind sein. Ich bin froh, dass ich in den 1980er-Jahren groß geworden bin“, sagt der 38-jährige Autohausbesitzer. „Ich schaue keine Nachrichten mehr. Das macht mich fertig!“, offenbart die 46-jährige Mutter. „Meine Generation ist die Erste, der es nicht besser gehen wird als der ihrer Eltern“, stellt der 32-jährige Berater für sich fest. „Wir sollten kein Haus mehr kaufen. Wir sollten besser alles verkaufen, damit wir schnell flüchten können“, sagt die 20-jährige Studentin.</em></p>
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		<p>Diese Aussagen aus meinem direkten Umfeld spiegeln ein Gefühl wider, das sich wie ein Schatten über unsere Zeit legt: die Angst vor Gegenwart und Zukunft. Dabei haben die Gründe für diese Ängste viele Gesichter. Ob es globale Krisen und Kriege sind, die Unberechenbarkeit technologischer Umbrüche, die Schwäche der eigenen Wirtschaft oder der Eindruck, dass demokratische Werte zunehmend an Stabilität verlieren – viele Menschen fühlen sich überwältigt. Die Zukunft sah früher schon mal besser aus!</p>
<p>Ian Goldin, Professor an der Universität Oxford, beschreibt die heutige Zeit als „Zweite Renaissance“. Viele Herausforderungen würden sich überlagern und gegenseitig verstärken: Klimawandel, Migration, wirtschaftliche Ungleichheiten, politische Instabilität und technologische Disruptionen. Es ist das Wesen der multiplen Krisen &#8211; sie hängen zusammen und beeinflussen sich wechselseitig. Gleichzeitig spricht Goldin verheißungsvoll vom „Zeitalter der Entdeckungen“ und einer „Welle von Erfindungen und Innovationen über jedwede Grenzen hinweg.“ Ein „Zeitalter der Entdeckungen“? Das klingt doch erstmal spannend, nach Christoph Kolumbus und Neil Armstrong. Und trotzdem scheint der Glaube an eine bessere und gestaltbare Zukunft bei vielen Menschen erloschen. Von einer Gewissheit, dass die Zukunft eine bessere wird, möchte ich gar nicht sprechen.</p>
<h2>Ist das noch „New Moonshot“ oder schon „Blackout Planet“?</h2>
<p>Das Gefühl vom Verlust der Selbstwirksamkeit ist allgegenwärtig. Was zählt die eigene Stimme, das eigene Handeln, in einer komplexen, globalisierten Welt? Entscheiden scheinen nur noch politische Machthaber wie Trump und Putin, milliardenschwere Unternehmer wie Musk oder Algorithmen und neuerdings die KI. Das Vertrauen in demokratische Institutionen und Medien dagegen schwindet. Im „Edelman Trust Barometer“ aus 2023 heißt es: „Nur 42 % der Deutschen vertrauen politischen Führungspersönlichkeiten, während 45 % befürchten, dass Medien absichtlich irreführende Informationen verbreiten.“ Ein Beleg für die Vertrauenskrise gegenüber zentralen demokratischen Institutionen und ihren Akteuren.</p>
<ul>
<li>Mir stellt sich die Frage: Wo stehen wir eigentlich? Ist das alles noch „New Moonshot“, oder längst „Blackout Planet“?</li>
</ul>
<p>Die Zukunftsverunsicherung trifft laut der Shell Jugendstudie 2024 insbesondere auch junge Menschen. „Die Angst vor Krieg in Europa (81 %) und die Sorge um die wirtschaftliche Lage (67 %) prägen das Lebensgefühl junger Menschen, während Umweltprobleme und Klimawandel mit jeweils etwa 64 % weiterhin als drängende Herausforderungen empfunden werden“, heißt es darin. Die Studentin der Generation „Z“ möchte am liebsten keine festen Bindungen in Form eines Eigenheims mehr eingehen. Sie kann sich, ebenso wie die „X“- und „Y“-Generationen, heute und in Zukunft auf nichts mehr verlassen, obwohl sie im Großen und Ganzen nur Stabilität und stetigen Fortschritt kennen gelernt hat.</p>
<h2>Unsere Resilienz-Kompetenz ist untrainiert</h2>
<p>Wir erleben, wie sichere Konstanten &#8211; wie eine geopolitische Stabilität &#8211; innerhalb kürzester Zeit wegbrechen. Und das nach 70 Jahren Frieden in Europa! Wir haben den Zustand „Frieden“ – und auch die anderen Zustände &#8211; für völlig normal gehalten. Wir haben nicht gelernt, mit diesen „Erfindungen“ und ihren unbekannten Herausforderungen umzugehen. Wir sind nicht trainiert! Aber ohne Training geht das mit der „Resilienz“ nicht. Ohne Krisentrainings können wir unsere Kompetenzen nicht auf- und ausbauen. Wir brauchen Resilienz-Kompetenz heute mehr denn je, um anpassungsfähig und überlebensfähig zu bleiben. Jetzt blicken wir „untrainiert“ und mit mulmigem Gefühl auf Gegenwart und Zukunft – so wie der 38-jährige Autohausbesitzer, der erleichtert ist, weil er nicht selbst in dieser Zeit aufwächst und zugleich zutiefst besorgt ist, mit Blick auf seine Kinder. Wir wissen, so schnell wie der Wandel aktuell vorgeht, haben wir gar keine Zeit für ein angemessenes Krisentraining! Wir müssten sofort „ready“ sein.</p>
<p>Wie gehen wir also mit der Entwicklungsgeschwindigkeit, der Fragilität und Unsicherheit um? Bleibt uns nur die Kapitulation? Oder können wir ein wenig Zukunft wagen? Können wir uns nicht sogar auf das Neuland freuen? Kolumbus und Armstrong wussten doch auch nicht, was sie erwartet, und trotzdem haben sie ihre Zukunftsreisen angetreten.</p>
<h2>Neu heißt nicht immer nur gut</h2>
<p>Was heißt Zukunft eigentlich? Der Zukunftsforscher Horx sagt, dass Zukunft vor allem mit dem Begriff „Neu“ im Sinne von „Gut“ verbunden sei. Aber &#8211; alles Neue sei nicht immer auch gut, sagt er auf Seite 28. Und genau das sehen wir. Wir sehen enorm viele Risiken und ahnen, dass es noch viel mehr unbekannte Risiken gibt. Die Megatrends, wie etwa die Digitalisierung, bringen alle für sich betrachtet große Nachteile mit sich. Insbesondere die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI), die technologische Revolution überhaupt, spielt in der aktuellen Verunsicherung eine zentrale Rolle. Wer hat die Macht über die Daten? Wie verhindern wir Manipulationen, Desinformationen und Datenmissbrauch? Lassen sich der Hass und die Hetze wieder einfangen? Welche Jobs sind auch in Zukunft sicher und welche Kompetenzen verlagern sich auf die KI? Die „Entdeckungen“ hinterlassen mehr Fragen als Antworten!</p>
<ul>
<li>„Die Welt kann niemals völlig gut sein. Aber es ist möglich, sie zu verbessern. Darin liegt der ganze Sinn der Zukunft.“ Horx 2023, S.92</li>
</ul>
<h2>Alles eine Frage der Perspektive</h2>
<p>Ich stelle noch einmal die Frage: „Können wir uns nicht trotzdem, trotz der bekannten und unbekannten Risiken auf die Zukunft freuen? Kolumbus und Armstrong sein und gespannt unsere Zukunftsreise antreten?“</p>
<p>„Uns mangelt es an der nötigen Perspektive!“, sagt Ian Goldin in Goldin/Kutarna, „Die zweite Renaissance. Warum die Menschheit vor dem Wendepunkt steht“, auf Seite 19. Trendforscher Horx bestätigt diese Meinung in seinem jüngsten Buch „Zehn Zukunftsweisheiten für den Umgang mit dem Morgen“. Die Frage nach Bewältigungsstrategien für das Morgen ist keine Generationenfrage! Horx stellt fest, dass vielmehr jeder Mensch einen eigenen Zukunftsstil habe &#8211; und die Wahl zwischen diesen drei Perspektiven:</p>
<ol>
<li>die <strong>Perspektive des inneren Niedergangs</strong>, bei der der Wandel als Verlust des Komfortablen und Gewohnten gewertet wird,</li>
<li>die <strong>Perspektive des Übergangs</strong>, in der der Zukunft im Trial-and-Error-Verfahren begegnet wird, weil klar ist, dass sich etwas ändern wird und</li>
<li>die <strong>Perspektive der Vision</strong>, bei ein weiter Sprung in die Zukunft erfolgt, um von dort aus die Gegenwart zu betrachten und einzuschätzen.</li>
</ol>
<p>Und? Welche Perspektive haben Sie? Am besten solle man laut Horx übrigens alle drei Perspektiven haben und sie stetig wechseln.</p>
<h2>Innerer Frieden</h2>
<p>Während ich mich darin übe, abwechselnd und ganz bewusst diese drei Perspektiven einzunehmen, stelle ich fest – das ist leichter geschrieben und gesagt, als getan! Und tagesformabhängig! Und insgesamt verdammt anstrengend. Ich persönlich muss mittlerweile regelmäßig Ruheorte aufsuchen – sowohl im physischen als auch im metaphorischen Sinne. Ich entziehe mich nicht grundsätzlich der täglichen Nachrichtenflut, so wie die 46-Jährige Mutter, die zugibt, keine Medien mehr zu konsumieren, um psychisch stabil zu bleiben. Aber mal einige Stunden nichts hören und nichts sehen ist schon eine feine Sache! Gelingt mir gut im Garten oder auf der Skipiste.</p>
<p>Im übertragenen Sinn stecke ich „meinen Kopf in den Sand“. So wie der Vogel Strauß – der das im wahren Leben übrigens gar nicht macht – aber das ist eine andere Geschichte! Normalerweise jedenfalls ist es kein guter Rat, vor allen Dingen nicht im Kontext von Krisen und Krisenmanagement, den Kopf in den Sand zu stecken. Aber – wer Resilienz trainiert, braucht auch den „inneren Frieden“. Wusste schon Meister Shifu in Kun Fu Panda 2. „Innerer Friede. Cool! Was ist das?“ Ich antworte mit Shifu: „Jeder Meister muss seinen Weg zum inneren Frieden finden, um in der Lage zu sein, den Fluss des Universums zu finden.“</p>
<p>Ich wünsche Ihnen für 2025, dass Ihnen die Perspektivenwechsel mehr und mehr gelingen und das mit dem „inneren Frieden“ auch &#8211; für Ihren Fluss durchs Universum, auch Zukunft genannt.</p>
<p><em>Ihre Jana Meissner,</em> <em>Herausgeberin des 22316_MAG und Geschäftsführende Gesellschafterin der MEISSNER The Resilience Company GmbH</em></p>
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		<p>PS: Falls Sie noch Lektüre für die Feiertage brauchen&#8230; Matthias Horx (2023). Zehn Zukunftsweisheiten für den Umgang mit dem Morgen. The Future:Project. Frankfurt + Ian Goldin/ Chris Kutarna (2016). Die zweite Renaissance. Warum die Menschheit vor dem Wendepunkt steht. FinanzBuch Verlag. München</p>
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		<h5>Autor</h5>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2024/12/worte-an-2025/">Worte an 2025 von Herausgeberin Jana Meißner</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<title>Worte an 2024 von Herausgeberin Jana Meißner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2024 09:04:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer Zeit, die von Krisen und globalen Spannungen geprägt ist, wirkt die Welt, als befände sie sich am Limit. Kriege sind entflammt und ziehen einen düsteren Schleier über das europäische Miteinander. Gleichzeitig durchdringt die Künstliche Intelligenz (KI) unseren Alltag und birgt Chancen wie Risiken in einem revolutionären Ausmaß, während uns eine endlose Flut schlechter Nachrichten Tag für Tag erdrückt. Nichts geht mehr!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2024/01/worte-an-2024/">Worte an 2024 von Herausgeberin Jana Meißner</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><strong>In einer Zeit, die von Krisen und globalen Spannungen geprägt ist, wirkt die Welt, als befände sie sich am Limit. Kriege sind entflammt und ziehen einen düsteren Schleier über das europäische Miteinander. Gleichzeitig durchdringt die Künstliche Intelligenz (KI) unseren Alltag und birgt Chancen wie Risiken in einem revolutionären Ausmaß, während uns eine endlose Flut schlechter Nachrichten Tag für Tag erdrückt. Nichts geht mehr!</strong></p>
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		<p>Unsere Realität ist eine Einbahnstraße und das Navigationssystem führt uns auf der schnellsten Route von VUKA (volatil, unsicher, komplex und ambivalent) zu BANI (brittle, anxious, nonlinear, incomprehensible = brüchig, ängstlich, nicht linear und unbegreiflich).</p>
<p>Verdeutlicht die Eskalation von Konflikten und Kriegen das Bild einer Welt, die nicht mehr zu retten ist? Ein altes, längst überwunden geglaubtes Naturgesetz scheint wieder zu gelten: Der Stärkere gewinnt! Nationen sind in Auseinandersetzungen verstrickt, die nicht nur um geopolitische Dominanz, sondern auch um Ressourcen und Ideologien kreisen. Der Frieden, der für Generationen jahrzehntelang Normalität war, gilt mittlerweile als rares Gut.</p>
<p>Gleichzeitig steht die Künstliche Intelligenz wie ein ungebetener Gast vor der eigenen Haustür und hat neben technologischen Fortschritten auch gewaltige Schattenseiten im Gepäck. Beginnend bei Fragen über die Kontrolle „intelligenter“ Maschinen, die Auswirkungen auf Arbeitsmärkte und die eigene Privatsphäre bis hin zu autonom agierenden Waffensystemen, massiver Überwachung und der immer schwerer werdenden Trennung von echten und Fake News. Der Niederländer David van Weel, beigeordneter Nato-Generalsekretär, erklärte in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ vom 31.10.2023: „Es gibt Prognosen, wonach in fünf Jahren 90 Prozent aller Informationen fake sein werden.“ Eine erschreckende Zahl, die wohl jeden überfordert!</p>
<h3>Was tun?</h3>
<p>Trotz dieser tristen Aussichten birgt die „Welt am Limit“ auch die Möglichkeit des Innehaltens und der Umkehr. Sie birgt die Chance einer Renaissance von persönlichen Begegnungen, von Kommunikation und Nachrichten-Verifizierung – von Werten, die wir im Moment durch den technischen Fortschritt nicht zu brauchen glauben, die uns jedoch über viele Jahrzehnte hinweg Stabilität und relative Zufriedenheit verschafft haben. Es wäre die Rückkehr des Echten! Genau jetzt ist es an der Zeit, kollektiv nach Lösungen zu suchen, um Konflikte zu befrieden, künstliche Intelligenz verantwortungsbewusst zu gestalten und den Fokus auf positive Veränderungen zu lenken.</p>
<p>Laut einer schwedischen Forschergruppe vom Stockholm Resilience Centre ist „der Mensch als Spezies unglaublich kreativ. Wir sind in der Lage, innovativ zu sein und uns an viele Umstände anzupassen, und wir können in erstaunlich großem Umfang kooperieren“, heißt es in dem Fachmagazin „Philosophical Transactions oft the Royal Society B“, aus der die Zeitung „Die Welt“ am 16.11.2023 zitiert hat. Fakt ist tatsächlich: Schlechte Nachrichten und auch globale Konflikte sind natürlich kein neues Phänomen. Doch insbesondere Kriege waren in den letzten Jahrzehnten immer so weit weg, dass sie kein Teil unserer Realität mehr sind und wir kein „Training“ in der Konfrontation damit haben. Stattdessen verharren wir im Verteilungsmodus und hoffen, dass schon irgendwie alles gut werden wird. Das muss aufhören!</p>
<h3>Ein Auftrag an 2024</h3>
<p>In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, was einen zufriedenen Menschen ausmacht. Laut Karlheinz Ruckriegel, Glücksforscher und Volkswirt an der Technischen Hochschule Nürnberg sind das „gute soziale Beziehungen, Gesundheit, Engagement und befriedigende Arbeit, ein gewisses Maß an persönlicher Freiheit, die innere Haltung und genug Einkommen zur Befriedigung der wesentlichen materiellen Bedürfnisse“ (Die Welt, 30.10.2023). Diese Aussage ist nichts weniger als ein gesellschaftlicher Auftrag an uns alle und an das Jahr 2024!</p>
<p>Ein Auftrag, der klarer nicht sein könnte: Mehr persönliche Kommunikation, mehr Fokus auf Lösungen, mehr verifizierte Fakten und Pressefreiheit, mehr Miteinander &#8211; mehr echt sein! Wenn wir diese Vorsätze leben und Worten Taten folgen lassen, dann kann das neue Jahr gerne kommen.</p>
<p><em>Ihre Jana Meißner, Herausgeberin des 22316_MAG und Geschäftsführende Gesellschafterin der MEISSNER The Resilience Company GmbH</em></p>
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		<h5>Autor</h5>
<h3>Jana Meißner</h3>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2024/01/worte-an-2024/">Worte an 2024 von Herausgeberin Jana Meißner</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<title>&#8222;Wenn Eltern ihre Kinder verlieren, verlieren sie ihre Zukunft&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2023 13:07:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob beim Absturz der Germanwings-Maschine 2015 oder der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 - beide Katastrophen haben verdeutlicht, wie wichtig Seelsorge im Kontext einer Krise ist. Wenn Angehörige in Extremsituationen um ihre Liebsten trauern, bedarf es auf der einen Seite eines besonderen Einfühlungsvermögens, auf der anderen Seite aber auch einer professionellen Distanz. Wir haben mit zwei Seelsorgern gesprochen, die zahlreiche Menschen in den schlimmsten Momenten ihres Lebens begleitet haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2023/10/seelsorge-in-krisen/">&#8222;Wenn Eltern ihre Kinder verlieren, verlieren sie ihre Zukunft&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><strong>Ob beim Absturz der Germanwings-Maschine 2015 oder der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 &#8211; beide Katastrophen haben verdeutlicht, wie wichtig Seelsorge im Kontext einer Krise ist. Wenn Angehörige in Extremsituationen um ihre Liebsten trauern, bedarf es auf der einen Seite eines besonderen Einfühlungsvermögens, auf der anderen Seite aber auch einer professionellen Distanz. Wir haben mit zwei Seelsorgern gesprochen, die zahlreiche Menschen in den schlimmsten Momenten ihres Lebens begleitet haben und wissen, worauf es in solch dramatischen Augenblicken wirklich ankommt. </strong></p>
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		<p>Am Morgen des 14. Juli 2021 ahnte Jörg Meyrer noch nichts davon, dass er in wenigen Stunden die größte Katastrophe seines Lebens zu bewältigen haben würde. Seit 20 Jahren ist er Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius in Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kleinstadt mit weniger als 30.000 Einwohnern kennt fast jeder jeden &#8211; in gewisser Weise ist es eine heile Welt. Jahr für Jahr wird das Weinfest gefeiert und auch beim Schützenfest trifft man sich. In Neuenahr-Ahrweiler herrscht eine starke Gemeinschaft und der Zusammenhalt wird hier noch groß geschrieben. Es ist jedoch auch eine trügerische Sicherheit, die suggeriert, dass Unglücke und Krisenereignisse woanders passieren und nicht in dieser beschaulichen Idylle zwischen Weinbergen und der Ahr.</p>
<p>Wenig später ist von all dem jedoch fast nichts mehr übrig. Die Ahr trat in der Nacht vom 14. Juli auf den 15. Juli 2021 über die Ufer und erreichte ein historisches Rekordhoch von über fünf Metern. Die Wassermassen zerstörten auf brutale Weise einen Großteil der Kleinstadt &#8211; Autos, Häuser, Brücken und Bäume wurden mitgerissen. Alleine in Neuenahr-Ahrweiler starben in der Unglücksnacht 74 Menschen. Was blieb, war ein Ort der Zerstörung, ein Ort der Trauer um die vielen Opfer, aber auch ein Ort der Hoffnung und der Hilfsbereitschaft. Als Seelsorger bis heute immer ansprechbar: Pfarrer Jörg Meyrer. Über seine Erlebnisse während der Flutkatastrophe hat er ein Buch mit dem Titel &#8222;Zusammen halten&#8220; geschrieben und sagt im Gespräch mit dem 22316_MAG über seine eigene Arbeit: &#8222;Es kam und kommt auf das Dasein und Zuhören an. Das ist das Wichtigste. Für viele war das Unterbrechen des Schippens von Müll, der ja das eigene Leben war, wichtig. Mal kurz inne zu halten. Ich erinnere mich lebhaft an Gespräche und auch kurze Umarmungen. Sobald es etwas mehr Zeit zum Reden gibt, sind die Flut und ihre Folgen auch heute immer noch Thema.&#8220;</p>
<blockquote><p>
&#8222;Die Beerdigungen waren eine riesen Herausforderung&#8220;
</p></blockquote>
<p>Meyrer betont zudem, auch seine eigenen Grenzen als Seelsorger erkannt zu haben. Wenn das Dasein und Zuhören nicht mehr gereicht habe, seien Kontakte zu Psychologen vermittelt worden. Es sei in einer solchen Extremsituation aber wichtig gewesen, aktiv zu fragen, wie es den Menschen gehe. Und dann sei da noch eine andere Aufgabe gewesen: &#8222;Die Beerdigungen waren eine riesen Herausforderung. Wir haben hier sehr viel Tod und auch Verabschiedung erleben müssen&#8220;, erklärt der Geistliche. Um sein eigenes Sicherheit habe er derweil nicht fürchten müssen: &#8222;Ich stand kurz mit beiden Beinen bis zur Hüfte im Wasser, aber ich habe in der Nacht keine Angst gehabt, dass es mir an mein Leben gehen würde.&#8220; Den 74 Menschen, die diese dramatische Nacht nicht überlebten, ging es da wahrlich anders. Sie hinterließen Angehörige, die unter Schock standen, große Trauer empfanden und vergeblich nach einer Antwort auf die alles entscheidende Frage suchten: Warum?</p>
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		<p>Dazu meint Meyrer: &#8222;Es hat lange gebraucht, um überhaupt in diese Reflektionsschleife zu kommen. Was ist uns da eigentlich passiert? Wir haben die Hölle erlebt, aber auch den Himmel mit all den Menschen, die zu uns gekommen sind. Für viele Betroffene war das auch eine wichtige Erfahrung, dass Hilfe da war ohne betteln zu müssen. Das ist Weihnachten: Gott wird Mensch.&#8220; Ein Segen war für den Pfarrer, der nicht zu vergessen ja auch nur ein Mensch ist, sein eigenes Team, mit dem er sich jeden Morgen getroffen hat. &#8222;Wir haben versucht, die Dinge die wir erlebt haben, auch zu verstehen&#8220;, erklärt er und fügt hinzu: &#8222;Ich war außerdem sehr froh, dass ich jede Nacht in meinem Bett schlafen konnte &#8211; auch wenn es kein Wasser und keinen Strom gab. Einen Raum zu haben, in dem nicht auch noch die Zerstörung herrschte, hat mir geholfen. Ein Stück Normalität tatsächlich.&#8220;</p>
<blockquote><p>
&#8222;Wir bauen wieder auf, wissen aber auch, dass es nicht so wird wie vorher&#8220;
</p></blockquote>
<p>Nach Normalität sehnen sich viele und doch ist diese in Bad Neuenahr-Ahrweiler noch immer nicht an der Tagesordnung. Handwerker für den Wiederaufbau sind Mangelware, die staatlichen Hilfen längst nicht so unbürokratisch wie angekündigt und dann ist da auch noch die ungewisse Zukunft, denn ein Hochwasserkonzept für das gesamte Ahrtal gibt es noch immer nicht. Erneute Starkregensituationen würden die Menschen in der Kleinstadt sehr triggern, denn noch ein Wiederaufbau sei für viele von ihnen sehr wahrscheinlich nicht zu stemmen. &#8222;Wir bauen wieder auf, wissen aber auch, dass es nicht so wird wie vorher&#8220;, sagt Jörg Meyrer. Die Erinnerungen an diese dramatische Nacht sind auch bei ihm noch sehr lebendig: &#8222;Was mich heute noch ganz stark berührt sind die Flutmarkierungen. Man sieht die Linien an vielen Häusern noch immer. Dann merke ich, was für unvorstellbare Wassermassen das waren und wie groß die Zerstörung war.&#8220; Ob und wann diese Bilder den Pfarrer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder loslassen, ist ungewiss.</p>
<p>Einer, der das Gefühl des nicht loslassen könnens ebenfalls kennt, ist Dr. Uwe Rieske. Ab 2011 arbeitete er als Landespfarrer für Notfallseelsorge, bevor er 2018 zum Dekan in der Militärseelsorge wurde. Er sagt: &#8222;Manche Menschen sind mir nie mehr aus dem Kopf gegangen. Die Schicksale wirken nach, das ist so. Auch nach Jahren noch.&#8220; Der 61-Jährige weiß wovon er spricht, war er doch bei einigen der schlimmsten Unglücksfälle der letzten Jahrzehnte im Einsatz. Nach dem Tsunami 2004 in Thailand und dem Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg wurde Rieske einige Zeit später hinzugezogen. Beim Absturz der Germanwings-Maschine 2015 war er sogar ab dem ersten Tag als Seelsorger am Düsseldorfer Flughafen dabei.</p>
<blockquote><p>
&#8222;Es gibt Situationen, in denen man Menschen nicht erreicht&#8220;
</p></blockquote>
<p>Der Familienvater betont ebenfalls, wie wichtig das Zuhören im Kontakt mit Angehörigen in solch schlimmen Momenten ist. Er sagt aber auch: &#8222;Es gibt Situationen, in denen man Menschen nicht erreicht. Das Leid und die Konfrontation mit dem Schmerz ist dann so stark, dass die Betroffenen mich gar nicht wahrnehmen können.&#8220; Rieske versucht es dennoch und möchte sein Gegenüber in der Regel zum erzählen bringen. &#8222;Ich versuche das Gehörte für mich zu sortieren und eine Rückmeldung darüber zu geben, was ich verstanden habe. Diese kommunikative Spiegel-Technik ist letztendlich mit der verstehenwollenden Empathie gepaart. Ich möchte immer wissen: „Was brauchst du jetzt? Was ist für dich wichtig? Wo sind deine Ressourcen? Was sind deine Fragen und Nöte?&#8220;, ordnet der Pfarrer sein Vorgehen ein.</p>
	</div>
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		<p>Es sei wichtig, solchen Tragödien als Mensch zu begegnen und eine Balance zwischen Nähe und Distanz beizubehalten. Aber auch das funktioniere nicht immer, gibt Rieske zu: &#8222;Ich habe das erlebt, als die Särge mit den Opfern des Germanwings-Absturzes zurückkamen und wir am Düsseldorfer Flughafen drei Abschiedszeremonien vorbereitet hatten, für die Verstorbenen der Crew, für die übrigen Passagiere und wiederum eine eigene Verabschiedung für die 16 Schülerinnen und Schüler und die zwei Lehrerinnen der Schule aus Haltern. Da ist es mir passiert, dass ich bei der letzten Gruppe rausgekickt wurde, weil die Identifikation zu stark war. Ich bin selbst Vater von sechs Kindern und habe meine älteren Jungs öfter an den Flughafen gebracht. Ich musste dann wirklich raus und brauchte mein Team, um mich wieder zu sammeln.&#8220;</p>
<blockquote><p>
&#8222;Einmal hat mich ein Vater komplett zusammengeschrien&#8220;
</p></blockquote>
<p>Mehrfach habe sich die Wut der Betroffenen auch gegen ihn gerichtet. Damit umzugehen, sei nicht immer leicht. &#8222;Unter dem Vorzeichen der Warum-Frage hat mich ein Vater mit Ansage einmal komplett zusammengeschrien. Man steht da, lässt diesen Menschen brüllen und geht anschießend auf ihn zu, um ihn in den Arm zu nehmen. Dann kommen die Tränen. Wut und Trauer liegen ja häufig sehr nah beieinander&#8220;, so der Seelsorger. Oft wisse er auch trotz seiner jahrelangen Berufserfahrung schlicht selbst nicht, was in einer solchen Momenten zu tun sei. &#8222;Es gab eine Situation, in der mir jemand nach dem Verlust des einzigen Kindes in die Augen schaute und ich dachte, dass hier jedes Wort falsch ist. Da ist Klappe halten besser – und selbst das ist falsch. Wenn Eltern ihre Kinder verlieren, dann verlieren sie ein Stück weit ihre Zukunft.&#8220;</p>
<p>Wie er selbst mit dieser Belastung umgeht? Darauf hat Uwe Rieske eine einfache, aber erfrischend ehrliche Antwort: &#8222;Wenn ich hier zu Hause reinkomme, begrüßt mich immer zuerst unsere Hündin. Auch meine Kinder, die jetzt gerade wieder durch die Tür schauen, setzen eine eigene Wirklichkeit. Die ist oft super anstrengend, furchtbar nervig, aber darin unbegreiflich zauberhaft. Ein Geschenk, unerwartet unverdienbar. Und ich habe eine Frau, die mich tatsächlich versteht. Manchmal sogar besser, als ich selbst es tue.&#8220;</p>
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		<h5>Autor</h5>
<h3>Luca Cordes</h3>
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		<title>Was ein totgeschoss’ner Hase mit Resilienz zu tun hat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2023 09:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Dunkel war’s, der Mond schien helle“ - na, gehören Sie zu der Generation, die dieses Scherzgedicht und seine vielen Strophen (noch) kennt? Ich habe mich vor kurzem daran erinnert, als ich meinem Gegenüber von einer beruflichen Erfahrung berichtete, in der grundsätzlich das Gegenteil von dem gemacht wurde, was angekündigt war.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2023/04/was-ein-totgeschossner-hase-mit-resilienz-zu-tun-hat/">Was ein totgeschoss’ner Hase mit Resilienz zu tun hat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><strong>„Dunkel war’s, der Mond schien helle“ &#8211; na, gehören Sie zu der Generation, die dieses Scherzgedicht und seine vielen Strophen (noch) kennt? Ich habe mich vor kurzem daran erinnert, als ich meinem Gegenüber von einer beruflichen Erfahrung berichtete, in der grundsätzlich das Gegenteil von dem gemacht wurde, was angekündigt war. Ich konnte etliche Strophen aus meinem Gedächtnis abrufen. Mein Gegenüber übrigens auch.</strong></p>
<p>Der Ursprung des Gedichts „Dunkel war’s“ ist unbekannt, auch wenn Goethe häufig als mutmaßlicher Autor genannt wird. Belegt ist das nicht. Es kursieren heute unzählige Varianten des Gedichts, das von sich gegenseitig ausschließenden, sich widersprechenden Begriffen, sogenannte Oxymora, geprägt ist. Entsprechende „Phrasen-Dresch-Maschinen“ kann man auch bei Amazon kaufen, muss man aber nicht. Das wahre Leben hat davon genug zu bieten.</p>
<p>Handlungswidersprüche begegnen uns ständig, im Alltag, in der Politik und auch in Organisationen. Das eine sagen, während man das Gegenteil dessen tut. Etwa: „Wir nehmen das sehr ernst.“, „Bei uns stehen die Kunden im Fokus.“, „Wir sind super aufgestellt.“, „Wir haben eine ausgeprägte Fehlerkultur.“. Mag sein, dass das in Ihrer Organisation tatsächlich so ist. (*Daumen hoch!) Oft aber haben wir es eher mit einem sogenannten „Reality Gap“, mit einer Realitätslücke zu tun. Wenn diese Realitätslücke sehr groß ist, weil Sagen und Tun eklatant auseinanderfallen, dann hat das Konsequenzen – auf die Kündigungsquote zum Beispiel. Eine Personalerin erzählte mir, sie hätten nach einem langwierigen und kostenintensiven Suchprozess eine neue Führungskraft eingestellt. Diese sei kurze Zeit später wieder gegangen. Die Realität habe mit den Versprechungen nichts gemein gehabt. Das sei in ihrem Unternehmen leider kein Einzelfall. Dabei habe man doch so viel ins Employer Branding investiert. Das Wort Probezeit bekäme eine ganz neue Bedeutung.</p>
<p>Bitter! Vor allem dann, wenn keine Lehren gezogen werden. „Jammer-, jammerschade“. Eine Investition in den Abbau von Handlungswidersprüchen rentiert sich mehr, als vorne das Firmenschild zu polieren, während es aus der Scheunentür zur Rückseite stinkt. Im Kontext der Resilienz sind Handlungswidersprüche auf Dauer tödlich. Zum einen, weil wertvolle Zeit vergeudet wird, in der man an der Ausgangslage tatsächlich hätte arbeiten und Chancen und Potenziale hätte entdecken können. Zum anderen, weil man nicht meinen muss, dass Stakeholder zu naiv wären, die Reality Gaps aufzudecken. Ganz im Gegenteil: Sie ziehen daraus Konsequenzen im Hinblick auf ihr Kaufverhalten, ihre Investitionsbereitschaft, ihre Duldsamkeit &amp; Co. – oder eben auch auf ihre Kündigungsbereitschaft!</p>
<p>Handlungswidersprüche sind auch darum auf Dauer tödlich, weil sich diese Phrasen in den Organisationen zu verfestigen drohen, Menschen in den Organisationen mitunter tatsächlich an die Phrasen glauben und damit ihre Sensorik für Anomalien immer schwächer wird. Gerade aus den Reality Gaps erwachsen häufig Krisen. Ich weiß, um es mit Ally Condie („Die Flucht“) zu sagen: „Es wäre viel einfacher, die Welt so darzustellen, wie ich sie gern hätte, als herausfinden zu müssen, wie sie wirklich ist.“ Aber&#8230; wer wahrhaft an einer Lösung interessiert ist, kommt mit Schaulaufen nun mal nicht weiter. Hasen, die das versuchen, sind mitunter bereits tot.</p>
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<h5>Bilder:</h5>
<p>Illustration Klowand: MEISSNER The Resilience Company GmbH</p>
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		<h5>Autor</h5>
<h3>Jana Meißner</h3>
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		<title>Stadt-Pioniere der Resilienz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2023 08:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Detlef Kurth ist Professor für Stadtplanung an der TU Kaiserslautern und hat als Leiter des Expertenbeirats maßgeblich am ersten Memorandum „Urbane Resilienz“ des Bundesministeriums des Innern, Bau und Heimat mitgewirkt. Mit dem 22316_MAG sprach er über die vielfältigen Herausforderungen von Städten, die Integration von Resilienz in Verwaltungen und seine Ideen für die Stadt der Zukunft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2023/02/stadt-pioniere-der-resilienz/">Stadt-Pioniere der Resilienz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><strong>Dr. Detlef Kurth ist Professor für Stadtplanung an der TU Kaiserslautern und hat als Leiter des Expertenbeirats maßgeblich am ersten Memorandum „Urbane Resilienz“ des Bundesministeriums des Innern, Bau und Heimat mitgewirkt. Mit dem 22316_MAG sprach er über die vielfältigen Herausforderungen von Städten, die Integration von Resilienz in Verwaltungen und seine Ideen für die Stadt der Zukunft.</strong></p>
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		<p><em><strong>22316_MAG: Herr Kurth, was verstehen Sie unter urbaner Resilienz und wie lange gibt es den Begriff schon? </strong></em></p>
<p>Prof. Dr. Detlef Kurth: Generell gibt es den Begriff oder das Verständnis von Resilienz in der Stadtentwicklung noch nicht so lange. An Bedeutung gewonnen hat es mit dem Klimawandel und daraus folgenden Überflutungen wie „Katrina“ in New Orleans. Da kam man zu dem Schluss, angesichts zukünftig zunehmender Extremwettereignisse resilienter werden zu wollen. Für uns ist in der Debatte für das Memorandum jedoch wichtig gewesen, nicht nur widerstandsfähig und robust zu sein, sondern besser wiederaufzubauen und auch weitere Ziele wie Nachhaltigkeit zu verfolgen. Gleichzeitig wollten wir aber auch die Prävention stärken und schon vorher Städte so organisieren, dass sie weniger störanfällig sind. Die drei Dimensionen der urbanen Resilienz lauten deshalb: Widerstandsfähigkeit in der Krise, Prävention und Transformation.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Urbane Resilienz ist also mehr als nachhaltige Stadtentwicklung? </strong></em></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Das Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung haben wir seit etwa 20 Jahren. In Deutschland ist es in der sogenannten „Leipzig-Charta“ manifestiert. Auch weiter-hin sollte unser Oberziel die nachhaltige Entwicklung sein, also ökonomisch, ökologisch, sozial ausgeglichen und zukunftsgerichtet. Die Resilienz sehe ich als ein zusätzliches wichtiges Element, aber nicht anstelle dessen. Sie gewinnt aber immer mehr an Bedeutung – nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch aufgrund von Pandemien, Versorgungskrisen und Kriegen wie die Invasion Russlands in die Ukraine.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Pandemien, Versorgungskrisen und Kriege haben Sie eben bereits erwähnt. Vor welchen anderen Herausforderungen stehen Städte und Gemeinden heute noch? </strong></em></p>
<p>Die größte Herausforderung ist der Klimawandel. Zum einen bedeutet das Klimaschutz, also weniger Energie verbrauchen und CO2-freier werden. Zum anderen aber auch Anpassung an Extremwetter und Überhitzung. Weiterhin liegt eine große Herausforderung im demografischen Wandel. In unserer Gesellschaft findet eine massive Überalterung statt und es gibt zu wenige junge Menschen. Das macht sich jetzt schon bemerkbar, spätestens aber dann, wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht. Um damit verbunden das Problem des Fachkräftemangels zu lösen, brauchen wir Migration und Integration – eine weitere Herausforderung der Städte. Ein ganz wichtiger Punkt ist dann natürlich auch der Wandel des Handels. Der Einzelhandel in Innenstädten hat mit dem Online-Handel zu kämpfen. Digitalisierung ist aber eine riesige Herausforderung in allen Lebensbereichen. Mobilität ist ebenfalls ein großes Thema. Wir müssen wegkommen von den Verbrenner-Motoren. Zugleich müssen wir aber auch versuchen, generell weniger Autos in den Städten zu haben und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Ein Hauptthema der Zukunft wird zudem die kritische Infrastruktur. Wir merken jetzt am Beispiel der Deutschen Bahn, dass wir gegen Angriffe auf unsere Infrastruktur nicht gut aufgestellt und geschützt sind. Da haben wir einen riesigen Nachholbedarf in Deutschland. Anschläge auf die kritische Infrastruktur können unsere Städte tatsächlich lahmlegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Zu tun gibt es also genug. Wie lässt sich Resilienz in den Alltag der Verwaltungen, Behörden und Rathäuser integrieren und wer hat in einer solchen Konstellation den Hut auf? </strong></em></p>
<p>Resilienz muss in alle städtischen Planungsprozesse integriert werden. Wenn ein neues Wohngebiet ausgewiesen oder ein neues Flussbett angelegt wird, müssen diese Maßnahmen unter Risikofaktoren abgeschätzt werden. Dazu gehören sogenannte Vulnerabilitäten (Verletzlichkeiten). Das ist ein Planungsprozess, der viele Jahre andauern wird. Es braucht aber auch ein Risikobewusstsein, dass es bislang in deutschen Verwaltungen und auch in der Bevölkerung nicht gab. Vorwerfen kann man das den Menschen nur begrenzt, denn wir hatten ja nur sehr selten Katastrophen. Jetzt haben wir aber immer mehr Systemprobleme und hinken den aktuellen Entwicklungen im internationalen Vergleich etwas hinterher. Es hängt letztlich von jedem Stadtrat, von jedem Bürgermeister ab, wie schnell er reagiert. Aber auch von den Bundesländern und der Frage, ob sie das forcieren und eine koordinierende Aufgabe wahrnehmen. Auch muss es mehr Abstimmung zwischen den Kommunen geben. Das ist in Deutschland ein großes Problem. Einer Flutwelle wie der im Ahrtal ist es völlig egal, ob eine Stadtgrenze kommt und ein anderer Bürgermeister zuständig ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>
&#8222;Einer Flutwelle wie der im Ahrtal ist es völlig egal, ob eine Stadtgrenze kommt.&#8220;
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Wie hoch ist der finanzielle Aufwand für Städte und Kommunen? </strong></em></p>
<p>Wir brauchen sogenannte Risikoanalysen in jeder Kommune und für jeden Bereich. Das kostet zunächst Geld. Teilweise liegen diese aber sogar schon vor. Es gibt auch Förderprogramme, die vielleicht ausgedehnt werden sollten. Generell sagen wir: Für langfristige Planungen und Analysen sollte etwas mehr Geld ausgegeben werden, denn dadurch verringern sich die Schäden um ein Vielfaches und es wird wiederum Geld gespart. Dieses Bewusstsein haben wir aber noch nicht in den Köpfen der Politiker, weil die natürlich nur in einem Zeitabschnitt von vier Jahren denken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Welche Städte würden Sie als Vorreiter der urbanen Resilienz bezeichnen? </strong></em></p>
<p>Auf Deutschland bezogen ist das schwierig, denn der Begriff ist hier ja noch relativ neu. Das heißt, man findet bereits einzelne Städte, die insbesondere bei der Klimaanpassung sehr weit sind. Im Hinblick auf den Klimawandel sind Freiburg und Karlsruhe zum Beispiel sehr gut aufgestellt. Städte, die sowieso extreme Hitze haben, besitzen schon seit Jahren sehr gute Strategien und schaffen es jetzt auch, diese um Resilienz zu erweitern. Europaweit nennen wir immer Rotterdam oder generell die Niederlande als Beispiel. Dort gab es schon immer eine Überflutungsgefahr und mittlerweile besteht eine sehr gute Planung, die auch wassersensibel ist. Wien hat schon seit Jahrzehnten gute Stadtentwicklungskonzepte. Seit kurzem hat Wien zudem ein Smart-City-Konzept, das Nachhaltigkeit, Resilienz, Klimawandel und Krisenvorsorge beinhaltet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie groß ist ganz generell die Bereitschaft von Städteverantwortlichen, in urbane Resilienz zu investieren? </strong></p>
<p>Das Bundesministerium für Bauen und Wohnen erwartet in Zukunft von jeder Stadt, insbesondere wenn sie Gelder aus der Städtebauförderung bekommen möchte, Resilienz-Konzepte aufzunehmen. Noch ist das eher eine Empfehlung und auch detaillierte Methoden gibt es noch nicht. Da sind wir wieder sehr langsam in Deutschland, aber das wird kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Vulkanausbrüche, Erdbeben, Überflutungen, Hurrikans oder Kriege – würden Sie sagen, dass andere Städte in der Welt im Vergleich zu deutschen Städten resilienter sind, weil sie lernen mussten, mit höheren Risiken umzugehen und schwierigere Zeiten zu durchstehen? </strong></em></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. In anderen Ländern gibt es ein viel stärkeres Bewusstsein für Katastrophen und Vorsorge. Es gibt bessere Notfallpläne und vielleicht auch mehr Ehrfurcht vor Naturereignissen. Die Ressourcen sind zwar oft geringer, aber das bedeutet nicht, dass sie das schlechter machen. In anderen Ländern gab es auch ohne den Klimawandel schon immer Fluten und Hurrikans und somit auch ein stärkeres Bewusstsein. Letztlich muss jedes Staatssystem überlegen, wie es damit umgeht. Ein entscheidender Punkt ist wirklich das Risikobewusstsein. In Deutschland merken wir ja jetzt auch gerade, dass es nicht selbstverständlich ist, dass der Strom immer fließt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>
&#8222;Die Bürger selbst müssen mitgenommen, aufgeklärt und eingebunden werden.&#8220;
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Apropos Risiken: Sie plädieren für ein integriertes Risiko- und Krisenmanagement. Was verstehen Sie darunter? </strong></em></p>
<p>Zum einen verstehe ich darunter, gute Analysen zu machen und eine gute Datenbasis zu haben, um verletzliche Bereiche für Bewohner frühzeitig zu identifizieren. Bei der Ausweisung von neuen Siedlungen muss dann darauf reagiert werden. Zum anderen heißt das, Vorbereitungen zu treffen und Reserven zu haben für den Fall, dass die Krise eintritt. Es bedeutet aber auch, bestehende Infrastruktur und Siedlungsstrukturen zu verändern. Sie kleinteiliger zu machen, umzubauen und Stadterneuerung zu betreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Eine resiliente Stadt fußt maßgeblich auch auf einer mündigen und handlungsfähigen Gesellschaft. Dazu zählen die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Politik, die Kirchen, die Sportvereine und vieles mehr. Wie kann diese Mammutaufgabe gelingen und wer sollte verantwortlich sein? </strong></em></p>
<p>Hier hat der Baustadtrat oder der Planungsdezernent die Verantwortung. Es ist aber im Grunde eine interdisziplinäre Aufgabe, bei der natürlich auch der Landschaftsplaner, der Verkehrsplaner und viele weitere Experten beteiligt sein müssen. Am Ende natürlich auch der Bürgermeister. Die Bürger selbst müssen mitgenommen, aufgeklärt und eingebunden werden.</p>
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		<p>Prof. Dr. Detlef Kurth ist eingetragener Stadtplaner in der Architektenkammer Baden-Württemberg und Mitglied in der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung und der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Er hat 1992 ein Diplom für Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin erworben. Seit 2017 hat Kurth die Professur am Lehrstuhl Stadtplanung an der TU Kaiserslautern im Fachbereich Raum- und Umweltplanung. Als Leiter des Expertenbeirats hat er das Memorandum „Urbane Resilienz &#8211; Wege zur robusten, adaptiven und zukunftsfähigen Stadt“ für das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat maßgeblich mitentwickelt.</p>
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		<p><em><strong>Die Bürger sind ein gutes Stichwort. Wer sollte einen solchen Veränderungsprozess kommunikativ und im Dialog mit den Bürgern begleiten? </strong></em></p>
<p>Seit 20 Jahren haben wir Quartiersmanager in der Stadterneuerung in Deutschland. Hier ist nur das Problem, dass diese ausschließlich in Gebieten eingesetzt werden, die als Erneuerungsschwerpunkte gelten – und das nur für ungefähr zehn Jahre. Energieberater und Klimamanager gibt es auf Stadtebene ebenfalls. Dieses System sollte man ausbauen. Die Idee ist aber auch, dass Nachbarschaftszentren entstehen und vielleicht mit nur einer kleinen Unterstützung der Kommune arbeiten. Hier können die sozialen Medien natürlich sehr hilfreich sein. Was aber fehlt, ist eine unabhängige Quartiers-Plattform, über die man sich vernetzen kann. An dieser Stelle ist sicher noch viel Optimierungsbedarf vorhanden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Braucht es zukünftig auch Resilienz-Manager in Städten? </strong></em></p>
<p>Wir brauchen mindestens eine Art Stabsstelle Resilienz bei den Bürgermeistern und den Stadtplanungsämtern. Diese fehlen bislang. Es hängt von der Größe der Stadt ab, wie groß eine solche Stabsstelle letztendlich ist. Tatsächlich brauchen wir aber in allen Städten und vor allem in den Risikogebieten einen Resilienz-Manager. Ob das der Klimamanager ist, der sich fortbildet, oder jemand neues, bleibt abzuwarten. Das Bewusstsein sollte aber da sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Wie sieht für Sie persönlich die perfekte und resiliente Stadt der Zukunft aus? </strong></em></p>
<p>Dazu muss ich natürlich sagen, dass es die perfekte Stadt nicht geben wird. Für mich persönlich ist die perfekte Stadt eine kompakte und dichte Stadt der kurzen Wege und der Nutzungsmischung. Viele haben aufgrund des Klimawandels und der Resilienz gedacht, dass wir wieder entdichten und mehr in die Fläche gehen müssen. Stichwort: Einfamilienhaus. Dazu sage ich nein. Das Einfamilienhaus ist eigentlich nicht resilient. Wir wollen weiter bewusst kompakt sein und auch eine entsprechende Infrastruktur haben. Aber diese kompakte Stadt muss grüner werden, mehr Wasserthemen berücksichtigen und sie muss in Zukunft mehr multiple Nutzung ermöglichen. Zudem muss sie ein Ort des sozialen Ausgleichs sein. Das Thema des Risikobewusstseins und der Nachbarschaft ist zudem sehr wichtig. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die gemischte, kleinteilige, europäische Stadt schon viele Jahrhunderte überlebt hat. Deshalb müssen wir auch kein komplett neues Modell auflegen, aber es gibt einen hohen Bedarf an Anpassungen.</p>
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		<title>Resilienz der Städte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 10:55:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz der Städte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche Städte kämpfen schon seit Jahren um ihr Überleben. Ein schwächelnder Einzelhandel, zunehmende Verwahrlosung und ausufernde Kriminalität – die Probleme sind immens. Wie können unsere Städte resilienter werden und welche Visionen gibt es für die Zukunft?</p>
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		<p><strong>Deutsche Städte kämpfen schon seit Jahren um ihr Überleben. Ein schwächelnder Einzelhandel, zunehmende Verwahrlosung und ausufernde Kriminalität – die Probleme sind immens. Wie können unsere Städte resilienter werden und welche Visionen gibt es für die Zukunft?</strong></p>
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		<p>In deutschen Städten gehen die Lichter aus. Dass Sehenswürdigkeiten und Denkmäler nicht mehr beleuchtet werden, ist eine vorübergehende Folge der Energiekrise. Bemerkenswert ist dieses Bild dennoch. Spiegelt es doch wider, wie es generell um unsere Städte bestellt ist. Der Glanz vergangener Tage, er ist vorbei. Nach dem zweiten Weltkrieg zu Zeiten des westdeutschen Wirtschaftswunders war das noch ganz anders. Wir alle kennen die Bilder lachender Menschen, die es nach den Qualen des Krieges genossen, durch die wiederaufgebauten Innenstädte zu flanieren, einzukaufen, in Cafés zu sitzen und ins Kino zu gehen. Die Stimmung war gut, der Einzelhandel boomte durch die steigende Kaufkraft der Menschen und es herrschte ein starkes Gemeinschaftsgefühl in großen Teilen der Bundesrepublik. Zeiten ändern sich.</p>
<p>Deutsche Städte stehen schon seit einigen Jahren vor enormen Herausforderungen. Der Einzelhandel, Zugpferd fast sämtlicher Innenstädte, wird zumeist von öden Filialisten dominiert und kriselt zugleich wegen des wachsenden Onlinehandels. Kleine, inhabergeführte Geschäfte sind Relikte vergangener Tage und müssen immer öfter monumentalen Shoppingcentern weichen. Zugleich sinkt in vielen Regionen Deutschlands die Kaufkraft der Menschen durch immer höher werdende Lebenshaltungskosten. Was Innenstädten außerdem zu schaffen macht, sind Bausünden von früher. Viele Plätze und Straßen wirken nicht sehr einladend – und werden in der Folge von Bewohnern und Touristen gemieden. Verwahrlosung und Leerstand tun ihr Übriges.</p>
<h3>Massenschlägereien mit über 200 Teilnehmern</h3>
<p>Der öffentliche Raum wird nach und nach nicht mehr nur von anderen gesellschaftlichen Gruppierungen erobert, sondern mit der Zeit auch von ihnen dominiert. Obdachlose, Drogendealer, Kriminelle – in vielen deutschen Großstädten gehören ihr Anblick, ihre Hinterlassenschaften und ihre Straftaten zum Alltag. Clans beherrschen in Nordrhein-Westfalen und Berlin zudem ganze Straßenzüge und leben nach ihren eigenen Gesetzen. Massenschlägereien mit über 200 Teilnehmern in der Öffentlichkeit und Angriffe auf Einsatzkräfte und Ordnungsamt sind traurige Realität. Es gilt das Gesetz des Stärkeren – die Polizei scheint oft machtlos.</p>
<p>Längst ist eine Abwärtsspirale – bestehend aus einem ideenlosen Einzelhandel, städtebaulichen Fehlentwicklungen, Versäumnissen in der Bekämpfung von Kriminalität und einer Entfremdung der Bevölkerung von ihrem eigenen Lebensraum – ins Rollen geraten. Und diese ist nicht mehr so leicht anzuhalten. Vor allem führt sie insgesamt zu einem stark sinkenden Sicherheitsgefühl der Menschen in ihrer Stadt. Angst, Skepsis und Verunsicherung sind jedoch die natürlichen Gegner eines jeden Gemeinschaftsgefühls, das es so dringend bräuchte, um unsere Städte wieder lebens- und liebenswerter zu gestalten. Was ist nun zu tun? Und wie können deutsche Städte widerstandsfähiger, sprich resilienter, gegenüber dieser hochkomplexen Problemlage werden? Lösungsansätze gibt es viele, doch von Seiten der Städteverantwortlichen werden oft nur die Symptome bekämpft.</p>
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		<p>Mit der Resilienz der Städte beschäftigt sich die „Rockefeller Foundation“ schon seit fast zehn Jahren. Auf ihrer Webseite heißt es: „Im Jahr 2013 hat die Rockefeller Foundation ‚100 Resilient Cities‘ ins Leben gerufen, um mehr Städten dabei zu helfen, Resilienz gegenüber den physischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen aufzubauen, die ein wachsender Teil des 21. Jahrhunderts sind.“ Zu den teilnehmenden Städten gehörten unter anderem Barcelona, Bangkok, Boston, Buenos Aires, Kapstadt, Lissabon, London, Mailand, New York City oder auch Paris</p>
<h3>London setzt auf ganzheitliche Betrachtung der Resilienz</h3>
<p>Weiter heißt es: „Städte im 100RC-Netzwerk wurden mit den erforderlichen Ressourcen ausgestattet, um einen Fahrplan für Resilienz entlang von vier Hauptpfaden zu entwickeln:</p>
<ul>
<li>Finanzielle und logistische Anleitung zur Einrichtung eines Chief Resilience Officer, der die Resilienz-Bemühungen der Stadt leiten wird</li>
<li>Expertenunterstützung für die Entwicklung einer robusten Resilienzstrategie</li>
<li>Zugang zu Lösungen, Dienstleistern und Partnern aus dem privaten, öffentlichen und NGO-Sektor, die ihnen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Resilienz-Strategien helfen können</li>
<li>Mitgliedschaft in einem globalen Netzwerk von Mitgliedsstädten, die voneinander lernen und sich gegenseitig helfen können.“</li>
</ul>
<p>Das Projekt war ein Erfolg und bis heute wird es unter dem Namen „Resilient Cities Network“ weitergeführt. Die verschiedenen Städte hatten derweil mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen. Während New York City den Fokus auf seine vielen alternden, von Überschwemmungen strapazierten Gebäude legte, konzentrierte sich Mailand „auf die Einführung von Resilienz in Stadtplanungsprozessen, die gemeinsame Ausarbeitung eines neuen Klima- und Luftplans und eine Resilienz-Strategie“.</p>
<p>Die Verantwortlichen der Hauptstadt von England lassen sich derweil so zitieren: „Die Resilienz-Strategie von London verfolgt eine breite und langfristige Sichtweise dessen, was städtische Resilienz bedeutet, indem sie unmittelbare Risiken berücksichtigt und ein breiteres Spektrum an Schocks und Belastungen betrachtet, um zu bestimmen, wie man am besten darauf reagiert. Durch eine ganzheitliche Betrachtung der Resilienz können London und die Londoner besser auf die Zukunft vorbereitet werden.“ Eine ganzheitliche Betrachtung der Resilienz – dieser Ansatz würde auch so manch deutscher Stadt gut zu Gesicht stehen. Doch weder Hamburg, München, Berlin oder Köln waren Teil der „100 Resilient Cities“.</p>
<h3>500 Millionen Euro jährlich für Innenstädte</h3>
<p>Auch beim Deutschen Städte- und Gemeindebund schrillen die Alarmglocken. Dort vertritt man die Interessen von 11.000 Städten und Gemeinden in der Bundesrepublik und weiß um die vielfältigen Probleme. „Die Situation der Innenstädte und Ortskerne ist in vielen Städten und Gemeinden weiterhin angespannt. Der fortschreitende Strukturwandel und insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind immer noch deutlich spürbar. [&#8230;] Laut einer Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) aus dem Jahr 2021 sind bis zu 120.000 Einzelhändler:innen von Geschäftsaufgaben bedroht. Dies hat massive Auswirkungen auf Innenstädte und Ortskerne, die weiter an Attraktivität verlieren werden“, so Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg.</p>
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		<blockquote><p>
&#8222;Strukturwandel und Pandemie-Auswirkungen sind deutlich spürbar.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Dr. Gerd Landsberg ist seit 1998 Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Seit dem 1. Januar 1998 führt er den kommunalen Spitzenverband in der Bundeshauptstadt Berlin. Zuvor war Landsberg als Richter am Landgericht Bonn, am Oberlandesgericht Düsseldorf, im Justizministerium in Düsseldorf und im Bundesministerium der Justiz tätig.</p>
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		<p>Leerstand stelle eine ernstzunehmende Herausforderung dar, die nur im Dialog mit Eigentümern, Handel und Bürgerschaft gelöst werden könne. Es gehe darum, neue und innovative Nach- und Zwischennutzungsmöglichkeiten zu erschließen. Landsberg wirbt zudem für ein aktives Leerstandsmanagement in Städten. „Wie die praktische Umsetzung gelingt, zeigt sich in zahlreichen Projekten, die in den letzten Jahren ins Leben gerufen wurden. Aufgegebene Kaufhäuser wurden hierbei beispielsweise in Verwaltungs- und Wohneinheiten umgewandelt, in denen auch Kultureinrichtungen einen festen Platz erhalten haben“, erklärt der 70-Jährige.</p>
<p>Zudem betont er die gute Zusammenarbeit mit der Politik. Es bestehe grundsätzlich Konsens über die herausfordernde Lage von Innenstädten und Ortskernen. Der Wille, hier Lösungen zu finden, sei groß. Landsberg sagt weiter: „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund arbeitet gemeinsam mit vielen weiteren Akteur:innen im Rahmen des Beirats Innenstadt an Strategien und Lösungsansätzen. Die Aufstockung des Programms ‚Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren‘ von 25 auf 250 Mio. Euro ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Zugleich verweist er auf die Chancen, die in der Krise der Städte und dem zunehmenden Online-Handel liegen: „Die Innenstadt und der Ortskern der Zukunft werden sich durch Nutzungsvielfalt und insbesondere durch eine größere Mischung von Einzelhandel, Kultur, Bildung, Aufenthaltsräume und Wohnen auszeichnen. Auf diesem Weg können wir unsere Innenstädte und Ortskerne als Plätze der Begegnung, Kommunikation und Lebensqualität wiederentdecken und neu beleben.</p>
<h3>Stadt Essen: höchste kriminelle Clan-Belastung in NRW</h3>
<p>Attraktive Innenstädte mit spannendem Einzelhandel, innovativen Wohnkonzepten und Kultur – klingt toll. Fast zu schön, um wahr zu sein. Und das ist es auch, solange Städte und Kommunen die Clan-Kriminalität nicht in den Griff bekommen. Denn wo sie existiert, ist der Ruf einer Stadt weit über die Stadtgrenzen hinaus dahin. Christian Kromberg kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Kromberg ist Wahlbeamter der Stadt Essen und verantwortet Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. „Wenn Sie unterwegs sind und sagen, Sie kommen aus Essen, dann werden Sie in vielen Städten dieser Republik hören: ‚Bei euch ist doch Mord und Totschlag. Bei euch sind doch die Clans.‘ Für die Attraktivität und das Image einer Stadt ist so etwas sehr schädlich“, betont der 56-Jährige. Gleichzeitig räumt er jedoch ein Problem mit arabischen Clans ein.</p>
<p>„Essen hat in NRW die höchste Clan-Belastung, was Kriminalität angeht. Das ergeben aktuelle Statistiken des Landeskriminalamtes. Natürlich muss man differenzieren, denn das betrifft nicht die ganze Stadt. Es ist ein wahrzunehmendes Thema, sowohl, was die Kriminalitätsbelastung im objektiven Sinne angeht, als auch, was die Beeinträchtigung der subjektiven Sicherheit angeht“, so Kromberg. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass in den letzten Jahren viel gegen Clan-Kriminalität unternommen worden sei. Er spricht von der Strategie der 1000 Nadelstiche, von wöchentlichen Razzien und einem NRW-Innenminister Herbert Reul, der das Thema erst auf den Tisch gebracht habe.</p>
<h3>Polizei nicht „von der Leine“ gelassen</h3>
<p>Aber warum hat man es überhaupt so weit kommen lassen und die kriminellen Machenschaften der Clans über Jahre hinweg geduldet? Kromberg sagt: „Es gab politisch diesen Ansatz, dass wir doch selbst schuld seien, da wir die Menschen nicht in unsere Gesellschaft integriert hätten. Jede Art der Verfolgung wurde deshalb als Form von Diskriminierung abgetan. Alleine schon bestimmte sprachliche Formulierungen waren verpönt. Das Wort ‚Clan-Kriminalität‘ wurde einem auch aus den Ministerien heraus aus dem Mund gewaschen.“ Dies sei auch der Grund, warum die Polizei lange nicht „von der Leine“ gelassen worden sei.</p>
<p>Kromberg will nun nach vorne schauen und seine Heimatstadt, die er nur für das Jurastudium einige Jahre verlassen hat, in eine bessere Zukunft führen. Diese Aufgabe werde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, doch die entscheidenden Schritte habe er bereits klar vor Augen. „Wir müssen dem Thema Kriminalprävention in Essen einen ganz besonderen Stellenwert einräumen. Auch im Städtebau, damit sich die Bürgerinnen und Bürger an allen Orten, an denen sie sich bewegen, sicher fühlen. Jetzt gerade müssen wir das Licht ja überall ausschalten. Das wird bedeuten, dass bestimmte Orte zu Un-Orten werden und die Leute da nicht mehr hingehen“, sagt der Familienvater. Es brauche aber generell neue Lichtkonzepte, mehr Übersichtlichkeit und eine hohe Präsenz gut ausgebildeter Sicherheitskräfte.</p>
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		<blockquote><p>
&#8222;Wir müssen dem Thema Kriminalprävention einen besonderen Stellenwert einräumen.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Christian Kromberg ist am 31.08.1966 in Essen geboren und studierter Jurist. Als Wahlbeamter der Stadt Essen verantwortet er Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung. Zudem ist er Vorsitzender von DEFUS (Deutsch-Europäisches Forum für Urbane Sicherheit e.V.). Kromberg ist verheiratet und hat einen 18-jährigen Sohn.</p>
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		<p>Damit alleine sei es jedoch noch nicht getan. „Wir müssen unsere Integrationsbemühungen verstärken, aber auch unsere Regeln klarmachen. Wir müssen viel mehr dafür tun, dass Migranten hier eine Heimat finden und eine Perspektive haben“, bekräftigt Kromberg, der auch für Abschiebungen zuständig ist. Auf der anderen Seite stellt er aber klar: „Wer in diesem Land gegen Recht und Gesetze verstößt, der muss dafür zur Verantwortung gezogen werden. Das fehlt mir oftmals bei den Strafverfolgungsbehörden. Aus meiner Sicht werden viel zu viele Verfahren eingestellt.“</p>
<h3>Kriminalität als Folge des kommunalen Sparzwangs</h3>
<p>Einer, der das gar nicht leugnet, ist Ralph Knispel. Der Oberstaatsanwalt aus Berlin ist zudem auch Vorsitzender der Vereinigung Berliner Staatsanwälte e.V. (VBS) und hat im vergangenen Jahr ein Buch mit dem Titel „Rechtsstaat am Ende“ veröffentlicht. Darin prangert er die mangelnde Funktionsfähigkeit des Strafrechtsstaates an. Seine Meinung hat er bis heute nicht geändert und sagt: „Wir kämpfen noch immer mit den Folgen des jahrelangen Spardiktates, das so-wohl die Polizei als auch die Justiz in die Knie gezwungen hat. Das Motto unter dem damals regierenden Bürgermeister Wowereit lautete ‚Sparen bis es quietscht‘ – und das tut es heute noch! Wir hatten hier mit unvertretbaren Personal-, Besoldungs- und Versorgungseinschnitten zu kämpfen, die die Funktionsfähigkeit der Garanten des Rechtsstaates nachhaltig beeinträchtigt haben.“ In der Folge hätten sich erhebliche Teile der Kriminalität in Berlin etablieren können. Die organisierte Kriminalität und auch die Clans zählen dazu. Diese würden „eine große Gefahr für den Rechtsstaat darstellen. Denn sie bewegen sich ungeachtet der deutschen Rechtslage nach eigenen Regeln, in denen wir als Strafverfolger und Gerichte keine oder allenfalls eine hinderliche Rolle spielen“, so Knispel weiter.</p>
<p>Dieser Zustand in der deutschen Hauptstadt wird auch in aller Öffentlichkeit sichtbar. Zwar möchte sich der 62-Jährige nicht an einer Diskussion um No-Go-Areas beteiligen, gibt aber unumwunden zu: „Es gibt Straßenzüge, in denen Polizeibediensteten unverhohlen offenbart wird, dass sie dort nichts zu bestellen hätten und verschwinden sollen. Und dabei reden wir nicht über Einzelfälle. In Berlin hat sich über Jahrzehnte eine migrantisch kriminelle Subkultur entwickelt, der staatlicherseits nicht mit der gebotenen Konsequenz begegnet worden ist.“ Knispel lobt derweil die von NRW ausgehenden und mittlerweile in der gesamten Bundesrepublik unternommenen Bemühungen, Clans und organisierter Kriminalität Herr zu werden.</p>
<p>„Und das mit durchaus beachtlichen Erfolgen, nicht zuletzt wegen der gesetzlichen Neuerungen zur Vermögensabschöpfung, die uns in Berlin in die Lage versetzt hat, beispielsweise 77 Immobilien einer amts- und gerichtsbekannten Clanfamilie zu beschlagnahmen“, erklärt Knispel, allerdings nicht ohne den Finger direkt wieder in die Wunde zu legen. „Trotz dieses konkreten Erfolges darf aber nicht verschwiegen werden, dass es hierzu eines immensen Aufwandes bedurfte, das heißt, das eingesetzte Personal in anderen Bereichen der Strafverfolgung gefehlt hat.“ Knispel, von der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ einst als härtester Staatsanwalt der Stadt bezeichnet, sieht den Kampf gegen die Clans als Langstreckenlauf und das Ziel in weiter Ferne. Dennoch glaubt er, dass der Rechtsstaat gegen kriminelle Strukturen eines Tages wieder die Oberhand gewinnen wird. Die Frage nach dem Zeitpunkt müsse er jedoch offenlassen.</p>
<p>Wer sich mit innerstädtischer Sicherheit beschäftigt, kommt an der Polizei nicht vorbei. Immer wieder gerät sie insbesondere in Berlin in die Kritik. Zu lasch und veraltet soll die Polizei in der Hauptstadt sein. Kriminalitäts-Brennpunkte wie den Alexanderplatz oder das Kottbusser Tor bekam sie nur schwer in den Griff. Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei in Berlin (GdP), kennt die Gründe: „In Berlin haben wir ein enormes Personaldefizit, das die Polizei zur stetigen Priorisierung zwingt. Wir schieben über zwei Millionen Überstunden vor uns her, haben einen Sanierungsstau bei Polizeidienststellen von über 1,4 Milliarden Euro. Die Palette an Problemen ließe sich ewig weiterführen.“ Zu schaffen mache ihnen außerdem die Politik, die mit dem Beschluss des LADAG (Landesantidiskriminierungsgesetzes) die Polizeiarbeit komplizierter und bürokratischer gemacht habe.</p>
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&#8222;Wir kämpfen noch immer mit den Folgen des jahrelangen Spardiktates.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Ralph Knispel, Jahrgang 1960, ist Oberstaatsanwalt in Berlin und Vorsitzender der Vereinigung Berliner Staatsanwälte e.V. (VBS). Knispel ist verheiratet und lebt auch privat in der Hauptstadt.</p>
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		<h3>Föderalismus erschwert systematische Kriminalitätsbekämpfung</h3>
<p>Und als wenn das nicht schon genug wäre, rüsten die Clans und die organisierte Kriminalität weiter auf. „Ganz grundsätzlich ist Kriminalität heute komplexer, technischer, internationaler. Straftäter machen aber keinen Halt vor Landesgrenzen, so dass der sicherheitspolitische Flickenteppich in Folge der Föderalismusreform einen Nährboden für Straftaten bietet. Dem können wir nur mit einer besseren Vernetzung und Zusammenarbeit der Behörden entgegentreten“, so Jendro.</p>
<p>Auf die Frage, ob das „System Polizei“ gescheitert sei, antwortet er: „An sich hapert es schon an der begrifflichen Thematik, weil nicht klar ist, was das System Polizei sein soll. Wir haben in unserem Land 16 Landespolizeien und die Bundesbehörden (BKA, Bundespolizei etc.). Diese arbeiten unter unterschiedlichen gesetzlichen, ausrüstungstechnischen und finanziellen Gegebenheiten und auch unter unterschiedlichen politischen Vorgaben bzw. Schwerpunktsetzungen.</p>
<p>Und der Kampf gegen die Clan-Kriminalität in Berlin? Den könne die Polizei alleine sowieso nicht gewinnen. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Problematik, die nur in gemeinsamer Anstrengung bewältigt werden könne. Hierzu bedürfe es auch Anstrengungen in Schulen, Bezirken, Finanzämtern oder der Justiz. „Hinzu kommt aber vor allem auch der politische Willen und die Rückendeckung beim Kampf gegen Kriminalität“, so der Gewerkschafter.</p>
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		<blockquote><p>
&#8222;Der sicherheitspolitische Flickenteppich ist ein Nährboden für Straftaten.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Benjamin Jendro ist seit 2016 Sprecher der Gewerkschaft der Polizei in Berlin. Er hat in Potsdam Germanistik studiert und von 2015 bis 2016 als Polizeireporter für „Bild“ und „B.Z.“ gearbeitet.</p>
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		<h3>Resilienz der Städte bleibt Mammutaufgabe</h3>
<p>Deutsche Städte resilienter zu gestalten und sie für die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit zu wappnen, bleibt eine Mammutaufgabe. In dieser Hinsicht sind sich alle Beobachter einig. Es bedarf des Zusammenwirkens der Management-Systeme Organisationaler Resilienz und einer Vision für die kommenden Jahrzehnte. Ob die Rettung unserer Städte gelingt? Die Zukunft wird es zeigen. Vorausgesetzt natürlich, dass es eine Zukunft für sie gibt. Doch was verstehen wir eigentlich unter resilienten Städten?</p>
<p>Christian Kromberg von der Stadt Essen sagt: „Wir müssen lernen, mit dem Versagen von Systemen besser umzugehen. Das gilt für staatliche Behörden, aber vor allen Dingen auch für die Bürgerinnen und Bürger. Erkennen, analysieren und bekämpfen – dieser Dreischritt ist relevant. Ein Großteil der Krisenverantwortung, also der Resilienz, liegt bei der Bevölkerung selbst. Es sind immer alle gefragt. Genau das würde für mich eine resiliente Stadt ausmachen.“</p>
<p>GdP-Sprecher Benjamin Jendro unterstreicht: „Grundsätzlich bedarf es von politischer Seite aber auch aus den Behörden heraus eines Verständnisses für die Notwendigkeit, sich mit den Fragen von morgen zu beschäftigen. In den meisten Behörden kommt es nur zur Reaktion auf Phänomene und dies meist sehr zeitverzögert, weil Entscheidungen getroffen und Gelder bereitgestellt werden müssen. Es wäre wichtiger, auch proaktiv tätig zu werden und die Bereiche der Inneren Sicherheit für die Zukunft auszurichten.“</p>
<p>Oberstaatsanwalt Ralph Knispel fordert: „Es braucht eine uneingeschränkt konsequente Anwendung geltenden Rechts – und das gegenüber jeder Person, ungeachtet ihrer Herkunft. Diese Überzeugung muss sich in den Köpfen nicht nur der Amtsträger, sondern auch der Politik, Gesellschaft und Medien verfestigen. Dieses Fundaments bedarf es nämlich, um kriminellen Strukturen erfolgreich entgegenzutreten.“</p>
<p>Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund hebt hervor: „Resiliente Städte und Gemeinden zeichnen sich dadurch aus, dass sie für Krisen- und Katastrophenfälle ausgerüstet sind, widerstandsfähig reagieren und sich entsprechend nachhaltig anpassen können. Damit Kommunen adaptiv agieren können, müssen neben Fragen der Klimaanpassung viele weitere Handlungsfelder wie beispielsweise Handel, Mobilität, Digitalisierung, Energie- und Wasserversorgung sowie Demographie mitbedacht werden. Essenziell sind in diesem Kontext umfassende kommunale Handlungskompetenzen und eine ausreichende finanzielle Förderung, um unsere Städte und Gemeinden zukunftsfest gestalten zu können.“</p>
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		<h5>Autor</h5>
<h3>Luca Cordes</h3>
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		<title>Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr! Was tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2022 08:49:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftlicher Zusammenhalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine landesweite Energiekrise, Langzeitfolgen der Corona-Pandemie, unüberbrückbare Positionen in der Gesellschaft und ein Auseinanderdriften der politischen Landschaft. Hinzu kommt Hass im Netz, Gewalt und fehlende Zivilcourage im Alltag. Befindet sich Deutschland in einem eskalierten Zustand in dem gesellschaftlicher Zusammenhalt fehlt?</p>
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		<p><strong>Eine landesweite Energiekrise in Kriegszeiten, Folgen der Corona-Pandemie, unüberbrückbare Positionen in der Gesellschaft und ein Auseinanderdriften der politischen Landschaft. Hinzu kommt Hass im Netz, Gewalt und fehlende Zivilcourage im Alltag. Befindet sich Deutschland in einem eskalierten Zustand in dem Gesellschaftlicher Zusammenhalt fehlt?</strong></p>
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		<p>Ich bin davon überzeugt, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland zumindest in Gefahr ist. Um zu dieser Ansicht zu gelangen, reicht ein Blick in fast alle Bereiche des Lebens. Was mich jedoch noch viel mehr beschäftigt, ist die Frage, wie wir dieser Gefahr wirksam entgegentreten können.</p>
<p>Dialogformate aufbauen und pflegen hieß bisher einer der Lösungsansätze. Doch die Formate scheinen nicht mehr auszureichen. Vielerorts ist ein Dialog gar nicht mehr gewollt. Die Gräben wirken unüberbrückbar, ein Konsens unmöglich. Die Herausforderungen sind komplex und in der Vielzahl. In diesem Beitrag habe ich einige spannende Studien, Expertenmeinungen und konstruktive Ansätze zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ zusammengefasst, denn ich glaube nicht nur fest daran, dass es sich lohnt, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu kämpfen, sondern dass wir Wege für mehr Zusammenhalt finden werden! Dieser Beitrag sprengt die sonst üblichen Textlängen – sehen Sie es mir bitte nach! Im Übrigen betrachte ich ihn als unvollendet, denn unsere Gesellschaft ist in einem steten Wandel und es wird auch in Zukunft Mitstreiter geben, deren Lösungsansätze Gehör finden sollten.</p>
<h3>Gesellschaftlicher Zusammenhalt – was ist das überhaupt?</h3>
<p>Laut einer Definition der Bertelsmann Stiftung setzt sich der Begriff aus der Qualität sozialer Beziehungen, der Orientierung am Allgemeinwohl und dem Grad der regionalen Verbundenheit zusammen. Diese drei Aspekte erfahren seit einigen Jahren einen fundamentalen Wandel.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Regina Arant, Georgi Dragolov und Klaus Boehnke, Sozialer Zusammenhalt in Deutschland 2017, S.24, Jacobs University Bremen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, https: <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ST-LW_Studie_Zusammenhalt_in_Deutschland_2017.pdf">//www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ST-LW_Studie_Zusammenhalt_in_Deutschland_2017.pdf</a></em></li>
</ul>
<h3>Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Gefahr: 5 wichtige Erkenntnisse</h3>
<p>Betrachten wir Deutschland einmal unter der Lupe. Dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Gefahr ist, lässt sich anhand von 5 Erkenntnissen manifestieren.</p>
<p><strong>Erkenntnis 1: Hass im Netz gefährdet die Demokratie</strong></p>
<p>Es wird beleidigt, gepöbelt und bedroht. In sozialen Netzwerken kann von gesellschaftlichem Zusammenhalt keine Rede mehr sein. Es geht um Meinungsäußerung ohne Rücksicht auf Verluste. Unter anonymisierten Nicknames hetzen Menschen im Netz gegen Ausländer, Politiker, Stars oder all jene, die gerade nicht in ihr Weltbild passen. Ein falsches Wort reicht und es braut sich ein Shitstorm zusammen, der mehrere Tage die Medien beherrscht. Es ist ein Paradox: Sollte eine vernetzte Welt nicht zu einem besseren gesellschaftlichen Miteinander beitragen? Genau das Gegenteil ist der Fall, wie die Studie „Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie“ des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Meinungsforschungsinstituts YouGov, Studie, „Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie, </em><em><a href="https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2019/07/Hass_im_Netz-Der-schleichende-Angriff.pdf">https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2019/07/Hass_im_Netz-Der-schleichende-Angriff.pdf</a></em></li>
</ul>
<p>Die bisher größte repräsentative Online-Befragung mit 7.349 Teilnehmenden im Alter zwischen 18 und 95 Jahren offenbart, dass Hass im Netz die Demokratie gefährdet. „Etwa die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer gibt an, sich in Reaktion auf Hassrede im Internet seltener zu ihrer politischen Meinung zu bekennen (54 %) und sich seltener an Diskussionen im Netz zu beteiligen (47 %)“, heißt es in dem Bericht. Dabei ist die freie Meinungsäußerung ein wesentlicher Bestandteil unserer Demokratie. Sogenannte „Hater“ im Netz sorgen nicht nur dort für ein ungutes Gefühl. Weiter heißt es in der Studie: „Wenn die Haterinnen und Hater in Kommentarspalten dominieren, entsteht der Anschein, sie seien auch gesellschaftlich in der Mehrheit.&#8220;</p>
<p>Dieses Gefühl lässt viele Menschen hilflos zurück. Hetze wird von Plattformen wie Facebook nur dann gelöscht, wenn sie gegen die eigenen Geschäftsbedingungen verstößt. Und selbst wenn das der Fall ist, dauert es mehre Stunden, bis der Inhalt verschwunden ist. Das Netz ist jedoch kein rechtsfreier Raum. Wer sich Hasskommentaren ausgesetzt fühlt, kann Anzeige erstatten. Auf Bundesebene hilft zudem die Meldestelle für Hetze im Netz.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Bundeskriminalamt, Meldestelle für Hetze im Internet, <a href="https://www.bka.de/DE/KontaktAufnehmen/HinweisGeben/MeldestelleHetzeImInternet/meldestelle_node.html">https://www.bka.de/DE/KontaktAufnehmen/HinweisGeben/MeldestelleHetzeImInternet/meldestelle_node.html</a></em></li>
</ul>
<p>Dort heißt es: „Um effektiv gegen Hass im Internet vorzugehen, werden Ihre Hinweise bundesweit von der Meldestelle <strong>&#8218;</strong>respect!&#8216; entgegengenommen und geprüft. Beiträge die den Tatbestand der Volksverhetzung, Beleidigung, üblen Nachrede oder Verleumdung erfüllen leitet die Meldestelle dann Plattformbetreibern mit der Aufforderung zur Löschung weiter. Fälle der Volksverhetzung nach §130 StGB [1] werden von der Meldestelle zur strafrechtlichen Verfolgung angezeigt.“ Der rasanten Geschwindigkeit des Internets entspricht unser Rechtssystem dennoch nicht.</p>
<p><strong>Erkenntnis 2: Wutbürger schüren Ängste innerhalb der Bevölkerung</strong></p>
<p>Ein weiteres Phänomen sind die sogenannten Wutbürger. Sie gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem sie Ängste schüren und die Bevölkerung entzweien. Wutbürger sind eine Folge des demografischen Wandels. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Deutschland die am stärksten alternde Gesellschaft der Welt darstellt. Gleichzeitig nimmt das Bevölkerungswachstum ab, denn es werden hierzulande immer weniger Kinder geboren. Dominiert wird die Gesellschaft somit von den über 50-Jährigen.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Demografie Portal des Bundes und der Länder, <a href="https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_Altersstruktur.html">https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_Altersstruktur.html</a></em></li>
</ul>
<p>Diese Tatsache stellt ein großes Problem dar, wie auch Dr. Gernot Barth in seinem Vortrag beim Zukunftsforum der Deutschen Public Relations Gesellschaft, kurz DPRG, am 24. und 25. Juni 2019 in der Hamburger Fresenius Hochschule erklärte. Barth ist seit über 15 Jahren als Mediator und Konfliktberater in der Wirtschaft tätig. Er gilt als Experte für außergerichtliches Konfliktmanagement. In seinen Augen hätten die über 50-Jährigen ein primäres Ziel: Die Bewahrung des Bestehenden und ihrer Errungenschaften. Sie seien im Vergleich zu jungen Menschen weniger aufgeschlossen gegenüber Neuem.</p>
<p>Genau an dieser Stelle greife das Phänomen des Wutbürgers. „Der Wutbürger sieht sich in seiner Heimat bedroht und sieht das in seiner Existenz gefährdet, was er selbst aktiv gestaltet und geschaffen hat“, erklärt Barth. In seiner Erscheinung sei der Wutbürger jedoch nicht festgelegt. Er könne genauso gut im Gewand des Mitarbeiters auftreten, wie auch als Kunde oder Bürger. Meist sei er männlich und in mehr als 70 Prozent aller Fälle älter als 45. Der Protest des Wutbürgers sei dabei stets laut und nicht auf Konsens bedacht. Viele aggressiv geführte Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen während der Pandemie waren dafür ein gutes Beispiel.</p>
<p>Der Wutbürger ist auch geschichtlich gesehen ein bekanntes Phänomen: Unvergessen sind etwa die Bilder der Menschenmassen im Osten Deutschlands, die bei Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen mit „Merkel muss weg“-Parolen durch die Straßen zogen. Der Wutbürger ist in der gesellschaftlichen Wahrnehmung präsent und deshalb so gefährlich. An einem Dialog mit Andersdenkenden ist er nicht interessiert. Dr. Gernot Barth ist sich sicher: „Wutbürger werden in den nächsten Jahren ein bleibendes Sozialphänomen darstellen.“</p>
<p><strong>Erkenntnis 3: Armut verhindert Zusammenhalt</strong></p>
<p>Die Bertelsmann-Stiftung hat im Jahr 2017 in der bereits genannten Studie einen Vergleich zwischen den Bundesländern unternommen. Das Ergebnis: Eine Komponente für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist die Region. In den drei Kategorien „Qualität sozialer Beziehungen“, der „Gemeinwohlorientierung“ und dem „Grad der regionalen Verbundenheit“ konnten Werte von 0 (schwacher Zusammenhalt) bis 100 (starker Zusammenhalt) angegeben werden. Daraus ist ein Gesamtindex errechnet worden. Das Saarland (63,07), Baden-Württemberg (63,00) und Bayern (62,96) liegen auf den ersten drei Plätzen. In diesen drei Bundesländern ist insbesondere die Verbundenheit hoch.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Regina Arant, Georgi Dragolov und Klaus Boehnke, Sozialer Zusammenhalt in Deutschland 2017, S.53, Jacobs University Bremen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ST-LW_Studie_Zusammenhalt_in_Deutschland_2017.pdf">https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ST-LW_Studie_Zusammenhalt_in_Deutschland_2017.pdf</a></em></li>
</ul>
<p>Die letzten drei Plätze belegen Thüringen (58,63), Brandenburg (57,71) und Sachsen (57,06). Zwar ist die Verbundenheit auch in diesen Bundesländern hoch, dafür ist der Unterpunkt Gerechtigkeitsempfinden verhältnismäßig schlecht ausgeprägt. Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung erklärt dazu: „Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist dort geringer, wo viele Arbeitslose und arme oder von Armut gefährdete Menschen leben – das wird in den Regionen noch deutlicher als auf der Ebene der Bundesländer. Vor allem eine hohe Jugendarbeitslosigkeit steht in negativer Beziehung zum Zusammenhalt. Ähnlich verhält es sich mit einem hohen Anteil von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss und einer überalterten Bevölkerung.“</p>
<p>Generell lässt sich festhalten, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt im Osten geringer ausfällt, als im Westen. Doch unabhängig von der Region beurteilen drei Viertel der Befragten in Deutschland den gesellschaftlichen Zusammenhalt als zumindest teilweise gefährdet. Stephan Vopel, Programmleiter bei der Bertelsmann Stiftung, stellt aber auch klar: &#8222;Die konkreten Alltagserfahrungen der Menschen sind besser als das, was sie für das gesamte Land vermuten.&#8220;</p>
<p><strong>Erkenntnis 4: Wenig Vertrauen in politische Institutionen sorgt für Spaltung</strong></p>
<p>Über Jahre hinweg sank das Vertrauen in Institution. Der Abwärtstrend ist mittlerweile zwar gestoppt, doch gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Bertelsmann Stiftung, Studie, </em><em>„Schwindendes Vertrauen in Politik und Parteien. Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?“, 2019, S. 45, <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Gesellschaftlicher_Zusammenhalt/ST-LW_Studie_Schwindendes_Vertrauen_in_Politik_und_Parteien_2019.pdf">https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Gesellschaftlicher_Zusammenhalt/ST-LW_Studie_Schwindendes_Vertrauen_in_Politik_und_Parteien_2019.pdf</a></em></li>
</ul>
<p>„Im Saarland gibt es den größten Vertrauensanteil. Gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg gehört es zu der Gruppe von Bundesländern mit den geringsten Prozentsätzen an Personen, die wenig oder kein Vertrauen in die deutschen Institutionen setzen (jeweils unter 20 Prozent)“, heißt es in der Studie (S. 45) weiter. Das geringste Vertrauen in Institutionen haben Menschen aus Brandenburg, Berlin und Sachsen.</p>
<p>Die Studie offenbart aber auch, dass das Vertrauen immer auch von der Institution selbst abhängt. „Im Allgemeinen als „unpolitisch“ geltende Institutionen wie Gerichte (im Mittel: 15 Prozent Misstrauen zu 49 Prozent Vertrauen) und Polizei (acht Prozent Misstrauen zu 70 Prozent Vertrauen) erzielen gemeinhin großes Vertrauen. Als „politisch“ wahrgenommene Institutionen (Landtag: 21 zu 28 Prozent; Landesregierung: 22 zu 30 Prozent; Bundestag: 24 zu 29 Prozent; Bundesregierung: 25 zu 30 Prozent) wiederum schneiden notorisch schlechter ab“, heißt es weiter (S.45).</p>
<p>Für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist das Vertrauen in politische Institutionen von großer Wichtigkeit. Konstant niedrige Werte spiegeln das Verhältnis der Bevölkerung zur Politik. Dabei ist ein großer Teil des Regierungsapparates vom Volk gewählt. Sobald von „denen da oben“ die Rede ist, entsteht eine Spaltung, die Misstrauen zur Folge hat. Während aber politische Akteure über mangelnde Wahlbeteiligung klagen und die Politikverdrossenheit der Menschen anprangern, fühlt sich der „kleine Mann“ oft im Stich gelassen und mit seinen Sorgen nicht ernst genommen. Den Dialog suchen beide Akteure meist nur vor wichtigen Wahlen – und dann ist es zu spät.</p>
<p><strong>Erkenntnis 5: Gewalt im öffentlichen Raum lässt Menschen hilflos zurück</strong></p>
<p>Immer mehr Menschen fühlen sich im öffentlichen Raum nicht mehr sicher. Es sind die furchtbaren Schlagzeilen in Medien, die einen großen Teil der Bevölkerung hilflos zurücklassen. „Junge in Frankfurt vor ICE gestoßen“, „Mord an Maria K. – zwei Männer wegen Tötung aus Mordlust angeklagt“ oder „Elf Männer sollen eine 18-Jährige missbraucht haben“. In der subjektiven Wahrnehmung vieler Menschen passieren solche abscheulichen Taten immer häufiger. Es ist zunächst zweitrangig, ob das tatsächlich der Fall ist, oder die zunehmende Medienberichterstattung zu diesem Eindruck führt. Hier geht es um die gefühlte Sicherheit!</p>
<p>Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist dann in Gefahr, wenn keine Vertrauensbasis mehr vorhanden ist. Wenn sich Menschen nicht mehr mit Offenheit, sondern mit Furcht begegnen, weil sie stets davon ausgehen, dass die andere Person ihnen im schlimmsten Falle nach dem Leben trachtet. Auch das Phänomen der Gaffer und die Angriffe auf Feuerwehrleute und Polizisten machen etwas mit uns: Anstatt Menschen in Notsituationen zu helfen, schauen Gaffer tatenlos zu, behindern Rettungskräfte, greifen sie sogar an – nicht nur auf Autobahnen. Dieses asoziale Verhalten geht mit einem Vertrauensverlust einher. Wo sind sie, die gute „Kinderstube“, die Zivilcourage, die Solidarität?</p>
<p>Ein weiterer Aspekt ist das Gefühl von Entfremdung im eigenen Land. Die Flüchtlingskrise hat 2015 für über eine Millionen Zuwanderer in Deutschland gesorgt. Die bereits erwähnten Wutbürger sehen in den Migranten die Wurzel allen Übels – und sorgen mit ihren hasserfüllten Wortmeldungen für zusätzliche Spannungen in der Gesellschaft.</p>
<p>Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl vermeldete jüngst einen Anstieg von gewaltsamen Angriffen auf Straßen und Plätzen. „Die Zahl sogenannter Aggressionsdelikte in der Öffentlichkeit kletterte um fünf Prozent auf 27.444 Fälle“, schrieb „Welt.de“ unter dem Titel: „Gewalt im öffentlichen Raum nimmt deutlich zu“.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Die Welt, Gewalt im öffentlichen Raum nimmt deutlich zu, online veröffentlicht am 22.03.2019, <a href="https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article190681335/Gewalt-im-oeffentlichen-Raum-nimmt-deutlich-zu.html">https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article190681335/Gewalt-im-oeffentlichen-Raum-nimmt-deutlich-zu.html</a></em></li>
</ul>
<p>Es bleibt die Frage: Was tun? Institutionen wie die Polizei wirken oft machtlos. Gerade in Städten wie Berlin oder Essen, wo arabische Clans oft ganze Stadtteile beherrschen, ist dieser Eindruck auch keineswegs ungerechtfertigt.</p>
<h3>Gesellschaft in der nächsthöheren Konfliktstufe?</h3>
<p>Wo steht nun unsere Gesellschaft? Wie groß ist der Scherbenhaufen? Ist der Wille zur sachbezogenen, kooperativen Konfliktlösung in unserem Land noch erkennbar oder sind wir schon in eine nächsthöhere Stufe des gesellschaftlichen Konflikts eingetreten? Das vermutet Mediator und Konfliktberater Dr. Gernot Barth. „Ein respektvoller Umgang mit Differenzen ist noch kein Konflikt“, sagt er. Erst dann, wenn sich eine Person, eine Gruppe oder Partei durch eine andere Person, Gruppe oder Partei in ihrem Handeln zur Realisierung von Interessen, Bedürfnissen oder Anliegen beeinträchtigt fühle, läge ein Konflikt vor – und dieser Konflikt verschärfe sich in Eskalationsstufen. Diese beschrieb Barth im Rahmen des DPRG Zukunftsforums und bezog sich auf den Urheber Friedrich Glasl.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Friedrich Glasl, Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater, 1994, S. 362 ff</em></li>
</ul>
<p><strong>Konflikt-Eskalationsstufen</strong></p>
<p><strong>Erste Hauptphase: Sachbezogen-Kooperativ (win &#8211; win)</strong></p>
<ul>
<li><strong> </strong><strong>„Die Verhärtung“</strong>: In dieser Phase des Konflikts verhärten sich die Standpunkte. Sie prallen aufeinander. Es gibt aber noch keine starren Parteien oder Lager. Noch gilt die Überzeugung, dass Spannungen durch Gespräch lösbar sind. Die Ursachen für diese Konfliktstufe können zum Beispiel Missverständnisse oder auch Unachtsamkeiten sein.</li>
<li><strong>„Die Debatte“</strong>: In dieser Phase verhärtet sich der Konflikt. Jede Partei ist sich sicher, im Recht zu sein. Es kommt zu ersten verletzenden Äußerungen, zu einem Schwarz-Weiß-Denken. Der „Gegner“ wird verbal unter Druck gesetzt. Auch in dieser Stufe sind gütliche Lösung und ein Beziehungserhalt noch möglich</li>
<li><strong>„Die Taten“</strong>: In dieser Phase hilft Reden nichts mehr, also folgen Taten. Es ist die „Strategie der vollendeten Tatsachen“. Verbal und nonverbal besteht eine hohe Diskrepanz. Es kommt zu Projektionen und Schuldzuschreibungen. Eigenverantwortung wird nicht übernommen, die Empathie geht verloren.</li>
</ul>
<p><strong>Zweite Hauptphase: beziehungsbezogen-kompetitiv (win – lose)</strong></p>
<ul>
<li><strong>„Images/ Koalitionen“</strong>: In dieser Phase des Konflikts reagiert jeder nur. Es geht darum, den Gewinner bzw. Verlierer auszumachen. Feindseligkeit werden ausgetauscht, möglicherweise „Lücken in Normen“ in Form von „dementierbarem Strafverhalten“ gesucht, die Gegenseite wird abgewertet, in negative Rollen manövriert, Stereotypen aufgebaut, Kampagnen gefahren – und hinter all dem treten die eigentlichen Sachfragen zurück.</li>
<li><strong>„Gesichtsverlust“</strong>: In dieser Phase des Konflikts gibt es deutliche und direkte Angriffe und Gesichtsverluste. Der Konflikt wird personifiziert und ein Engel-Teufel-Bild gemalt. Die Phase geht mit Vertrauensverlust einher. Es geht um den Ausschluss und das Verbannen zugunsten von Ideologien, Werten und Prinzipien.</li>
<li><strong>„Drohstrategien“</strong>: In dieser Phase des Konflikts wechseln sich Drohungen und Gegendrohungen ab. Ängste werden geschürt, dosierte Gewalt ausgeübt. Der Zwang zum Handeln wird zur Ultima Ratio aufgebaut und Ultimaten gesetzt.</li>
</ul>
<p><strong>Dritte Hauptphase: gewaltbezogen-destruktiv (lose – lose)</strong></p>
<ul>
<li><strong> </strong><strong>„Begrenzte Schläge“</strong>: In dieser Konfliktstufe kommt es zu begrenzten Vernichtungsschlägen als „passende“ Antwort. Sie geht mit relativ kleinen eigenen Schäden einher, die als Gewinn wahrgenommen werden. Es kommt zu Angriffen auf Sanktionspotentiale.</li>
<li><strong>„Zersplitterung“:</strong> In dieser Konfliktstufe kommt es zu Angriffen auf die Infrastruktur beziehungsweise das Nervensystem. Vitale Systemfunktionen werden zerstört, das System wird unsteuerbar und zerfällt</li>
<li><strong>„Gemeinsam in den Abgrund“</strong>: In dieser Konfliktstufe gibt den Weg zurück nicht mehr. Hier herrscht die totale Konfrontation vor und der gemeinsame Untergang ist sicher.</li>
</ul>
<p>Wir können sicherlich für jede dieser Konfliktstufen treffende Beispiele finden. Dass Barth vermutet, Deutschland sei in die zweite Hauptphase, die beziehungsbezoge-kompetitive Konfliktstufe, eingetreten, ist nachvollziehbar. Plakativ ersichtlich nicht nur an der lange geführten „Greta“-Klima-Debatte, die man wohl kaum mehr als Debatte bezeichnen kann, angesichts der zahlreichen Abwertungen der jeweiligen Gegenseite, dem Aufbau von Stereotypen und den Kampagnen, die gefahren wurden und werden. Und würden wir vor dem Hintergrund des Brexits den Status des britischen Parlaments und des britischen Volkes bestimmen wollen, steht zu befürchten, dass wir die Lage als dem Abgrund bedrohlich nah einschätzen würden.</p>
<h3>Gesellschaftlicher Zusammenhalt: 7 konstruktive Lösungsansätze</h3>
<p>Die Erkenntnisse über unsere Gesellschaft zeichnen ein düsteres Bild. Deutschland steht vor extremen Herausforderungen und hat jetzt auch noch mit einer Energiekrise zu kämpfen. Wir &#8211; das Volk &#8211; stehen ebenfalls vor extremen Herausforderungen und niemand wird uns diese Aufgabe abnehmen. Spannend ist in diesem Zusammenhang ein Kommentar von Prof. Wolfgang Schroeder. Er lehrt Politikwissenschaften in Kassel, ist Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin und SPD-Mitglied. Schroeder sagte in Der Welt vom 08. September 2019: &#8222;Die eigentliche Aufgabe der SPD besteht in einer Politik des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ohne sie ist dieser Zusammenhalt zwischen unten, Mitte und oben in Deutschland nicht zu schaffen.&#8220; Nur die SPD könne angesichts der großen sozialökonomischen Herausforderungen unserer Zeit soziale, wirtschaftliche und ökologische Interessen versöhnen. Sie repräsentiere ein Ensemble von Ideen, Prinzipien und Zielen, die für unsere Gesellschaft nach wie vor unverzichtbar seien. Die Antwort gab Professor Schroeder auf die Frage, was die älteste Partei Deutschlands, der es schlecht gehe, jetzt tun müsse. Spannend! &#8222;Gesellschaftlicher Zusammenhalt&#8220; als SPD-Claim?</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Susanne Gaschke, Die Welt, Was die SPD tun muss. Die Sorge um die älteste Partei Deutschlands ist gewaltig. Vier Wohlwollende wollen Hoffnung machen, veröffentlicht am 8.9.2019, zuletzt online verfügbar am 18.09.2019, <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus199939988/Wie-die-SPD-noch-zu-retten-ist-Das-sagen-Alice-Schwarzer-und-Manfred-Guellner.html">https://www.welt.de/politik/deutschland/plus199939988/Wie-die-SPD-noch-zu-retten-ist-Das-sagen-Alice-Schwarzer-und-Manfred-Guellner.html</a></em></li>
</ul>
<p>Wie auch immer wir der Spaltung der Bevölkerung entgegenwirken wollen, es wird Zeit! Und es gibt genügend konstruktive, wenngleich nicht neue Lösungsansätze. Additiv verstanden, können sie aber durchaus der Anregung dienen:</p>
<p><strong>Lösungsansatz 1: Viel mehr Dialogformate</strong></p>
<p>Dialogformate sind wahrlich kein neuer Lösungsansatz, aber sie sind unabdingbar. „Handarbeit“ nennt Die Welt vom 17. September 2019 den Dialog auf ihrer Titelseite neben dem Foto von Boris Johnson und Jean-Claude Juncker. Dort heißt es: „…Sie stimmten laut einem Sprecher des Premierministers … darin überein, dass die Gespräche verstärkt werden müssen und dass Treffen bald täglich stattfinden sollen.&#8220;</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Die Welt, Treffen von Johnson und Juncker bringt keinen Brexit-Durchbruch, zuletzt online verfügbar am 16.09.2019, <a href="https://www.welt.de/newsticker/news1/article200372402/Brexit-Treffen-von-Johnson-und-Juncker-bringt-keinen-Brexit-Durchbruch.html">https://www.welt.de/newsticker/news1/article200372402/Brexit-Treffen-von-Johnson-und-Juncker-bringt-keinen-Brexit-Durchbruch.html</a></em></li>
</ul>
<p>Anstrengend, aber sehr, sehr richtig! Dialogformate sollte es viel mehr und viel kontinuierlicher geben! Das Grundproblem, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor große Herausforderungen stellt, ist nämlich mangelnde Kommunikation. Menschen entzweien sich dann, wenn sie nicht mehr miteinander, sondern nur noch übereinander sprechen. Dialogformate sind ein zielführender Weg. Sie können Personen zusammenführen, die schon lange kein persönliches Wort mehr aneinander gerichtet haben. Dabei kommt es aber auf die Kontinuität an, nicht nur auf das kurzfristige Ziel, das in der Politik oft „Wahlgewinn“ heißt. Bei solchen Veranstaltungen fühlen sich die Bürger nämlich nicht selten hinters Licht geführt. Ist es doch zu offensichtlich, was die Politiker mit ihren Auftritten bezwecken wollen.</p>
<p>Dialogformate sind zudem eine gute Möglichkeit, um Vertrauen zurückzugewinnen. Auch in der Politik! Und das haben die Politik und die Parteien belegbar nötig, zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Sie fand heraus, dass das Vertrauen in die Bundesregierung deutlich abgenommen hat.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Bertelsmann Stiftung, Studie, </em><em>„Schwindendes Vertrauen in Politik und Parteien. Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt?“, 2019, S. 45, <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Gesellschaftlicher_Zusammenhalt/ST-LW_Studie_Schwindendes_Vertrauen_in_Politik_und_Parteien_2019.pdf">https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/Gesellschaftlicher_Zusammenhalt/ST-LW_Studie_Schwindendes_Vertrauen_in_Politik_und_Parteien_2019.pdf</a></em></li>
</ul>
<p><strong>Lösungsansatz 2: Mehr Partizipation</strong></p>
<p>In den ersten Lösungsansatz spielt auch Partizipation hinein. Entscheidungen werden dabei nicht länger für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe und damit über ihren Kopf hinweg getroffen. „Partizipation bedeutet, dass sich Menschen (Organisationen, Verbände, Parteien) aktiv und maßgeblich an allen Entscheidungen beteiligen, die ihr Leben beeinflussen“, schreibt etwa das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf seiner Website</p>
<ul>
<li><em>Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung</em><em>, </em><em><a href="https://www.bmz.de/de/service/glossar/P/partizipation.html">https://www.bmz.de/de/service/glossar/P/partizipation.html</a></em></li>
</ul>
<p>Das Prinzip ist simpel: Dadurch, dass Menschen ihre Ideen und Vorstellungen in ein Vorhaben einbringen, machen sie es zu ihrem eigenen Projekt und stehen auch für dessen Erfolg ein. Eine kollektive „Ist mir egal“-Haltung, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt ebenfalls gefährdet, ist so fast unmöglich. Das Gemeinschaftsgefühl steigt derweil und sorgt insgesamt für mehr Verbundenheit.</p>
<p><strong>Lösungsansatz 3: Fokus auf kollaborative Zusammenarbeit</strong></p>
<p>Einen weiteren Weg zu mehr Vertrauen auch und gerade in politische Institutionen stellt die kollaborative Zusammenarbeit da. Immer wieder sehen sich insbesondere Behörden dem Vorwurf ausgesetzt, mit veralteten Methoden zu arbeiten. Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass verschiedene politische Institutionen eher gegeneinander als miteinander arbeiten. Im Volksmund heißt es nicht selten: Die eine Hand weiß nicht, was die Andere tut. Hier schafft die kollaborative Zusammenarbeit Abhilfe. Sie beschreibt eine intensive Form der Kooperation und ermöglicht gleichzeitig neue Arbeitsabläufe. Diese würden wiederum zu einem besseren Image beitragen, denn nicht selten gelten politische Institutionen noch immer als „verschnarcht“.</p>
<p>Kollaborative Zusammenarbeit würde aber nicht nur die Außenwirkung von politischen Institutionen stärken. Werfen wir einmal einen Blick in den Apparat. Mitarbeiter von Behörden und Ministerien haben nicht selten mit Bürokratie zu kämpfen. Sie macht einen Großteil der Arbeit aus – und lässt nicht wenige Menschen verzweifeln. Kommt dann auch noch die Begegnung mit einem Bürger hinzu, ist ein Konflikt quasi vorprogrammiert. Ändern sich die Arbeitsabläufe jedoch, so entsteht auch in politischen Institutionen eine ganz neue Motivation. Hatten die Mitarbeiter während des Veränderungsprozesses sogar noch die Möglichkeit der Partizipation, ist ein großer Schritt in Richtung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes gemacht.</p>
<p>Auch ein anderes Beispiel zeigt die Chancen kollaborativer Zusammenarbeit auf: Nabil Aubeidy, Mitarbeiter des Neuköllner Jugendamtes, und Mitglied in einem Pilotprojekt kollaborativer Zusammenarbeit von Polizisten, Lehrern und Jugendämtern, berichtet in Die Welt: „…Wenn die Jugendlichen merken, oh Gott, die reden ja alle miteinander, dann hat das direkt einen heilsamen Effekt….“ Auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, will ich meinen!</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Die Welt, Rund ein Drittel der Jugendlichen wird wieder kriminell, zuletzt online verfügbar am 16.09.2019, <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus199781680/Junge-Straftaeter-Rund-ein-Drittel-der-Jugendlichen-wird-wieder-kriminell.html">https://www.welt.de/politik/deutschland/plus199781680/Junge-Straftaeter-Rund-ein-Drittel-der-Jugendlichen-wird-wieder-kriminell.html</a></em></li>
</ul>
<p><strong>Lösungsansatz 4: Gezielte Kampagnenarbeit und Aufbau eigener Frames</strong></p>
<p>Wie können Institutionen wieder mehr Vertrauen in ihre Arbeit schaffen? Ein Lösungsansatz ist der systematische Aufbau eines attraktiven Images mithilfe von Kampagnenarbeit. Es braucht Emotionen und eine Botschaft, damit (wieder) eine Verbindung zwischen den Bezugsgruppen entstehen kann. Im Mittelpunkt langfristig angelegter Kampagnenarbeit sollte die Frage stehen, welche Wirkung erzielt werden soll – Vertrauen etwa, Zuversicht oder ein Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit.</p>
<p>Leider beherrschen insbesondere jene die Erfolgsfaktoren von Kampagnenarbeit, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade nicht anstreben. Sie agieren hochprofessionell. Diese Kampagnen räumen in Kreativ-Kreisen zwar keinen einzigen Preis ab, auch wenn sie hervorragend gemacht sind, so wie die Brexit-Kampagne. Doch gerade weil sie so hoch professionell aufgesetzt sind, müssten sie Institutionen, Vereinen und Verbänden nicht nur zu denken geben, sondern zu Handlungen führen.</p>
<p>Institutionen – und nicht nur sie &#8211; täten auch gut daran, sich mit eigenen Frames zu positionieren und so ebenfalls in Imageaufbau zu investieren. Auch die werden von jenen, die eher Spaltung als Einigkeit im Fokus haben, hochprofessionell eingesetzt. „Mit dem Begriff Frames werden Deutungsmuster beschrieben, die sich in allen Phasen von massenmedialen Kommunikationsprozessen identifizieren lassen. Die Blickwinkel auf das Thema werden als Frames bezeichnet“, schreibt Prof. Dr. Annika Schach von der Hochschule Hannover in dem im Springer Gabler Verlag erschienenen Buch „Professionelle Krisenkommunikation“.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Annika Schach, Die Macht der Sprache, S. 237, In Jana Meißner und Annika Schach, Professionelle Krisenkommunikation. Basiswissen, Impulse und Handlungsempfehlungen für die Praxis, Springer Gabler, Wiesbaden 2019</em></li>
</ul>
<p>Frames sorgen für die Reduzierung von Komplexität. Es geht dabei nicht um den Inhalt selbst, sondern darum, wie eine Botschaft präsentiert wird. Als Beispiel nennt Schach „David gegen Goliath“. „In der Krise lässt sich mit dem David-Motiv immer Sympathie bündeln“, erklärt Schach im oben genannten Buchbeitrag auf Seite 238. Große Unternehmen würden immer Gefahr laufen, die Rolle des Goliaths zugeschrieben zu bekommen. Ein weiteres Beispiel aus der Politik sind die Begriffe „Flüchtlinge“ und „Flüchtlingswelle“.</p>
<p>Sie sind durch professionelles Framing u.a. der AfD grundsätzlich negativ besetzt, was den Hass und die Hetze gegen Migranten förderlich sein könnte. Es existiert kaum eine positive Assoziation mit dem Wort „Flüchtlingswelle“. Dieser Tatsache sollten sich Institutionen, Vereine und Verbände bewusst sein und mit eigenen Frames gegensteuern. Das Feld darf nicht denen überlassen werden, die Framing mit negativem Kalkül einzusetzen wissen.</p>
<p><strong>Lösungsansatz 5: Mediatoren hinzuziehen</strong></p>
<p>Was ist eine Mediation? Eine einfache Definition liefert Wikipedia: „Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem unabhängige &#8218;allparteiliche&#8216; Dritte die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess begleiten.“</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Wikipedia, </em><em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mediation">https://de.wikipedia.org/wiki/Mediation</a></em></li>
</ul>
<p>In einer Mediation geht es darum, wieder miteinander in einen Dialog zu treten. Es geht um gegenseitiges Verstehen. Das heißt jedoch nicht, dass die Meinung der anderen Konfliktpartei gänzlich akzeptiert wird, wie auch Dr. Gernot Barth beschreibt. Bei einer Mediation werde jedoch niemand von dem Dialog ausgeschlossen und es gebe keine Diffamierungen.</p>
<p>Die Mediation selbst packt den Konflikt bei der Wurzel, indem sie dort ansetzt, wo er normalerweise erst beginnt. Was sind die Gründe dafür, dass eskalierende Situationen überhaupt erst entstehen? Meistens ist das der Fall, wenn zu wenig kommuniziert wird, eine Partei kein Gehör findet und statt Sachlichkeit Emotionalität und Vorwürfe die Diskussion prägen. Dadurch, dass eine dritte und unabhängige Person den Lösungsprozess begleitet, besteht diese Gefahr weniger. Auch ein möglicher Interessenskonflikt kann ausgeschlossen werden.</p>
<p>In der Praxis wurden Mediationen etwa beim Streit um das Verkehrs- und Städtebauprojekt Stuttgart 21 durchgeführt. Als Mediator trat der ehemalige und mittlerweile verstorbene Politiker Heiner Geißler auf. Die Stuttgarter Zeitung schrieb 2017 über seinen Einsatz: „Heiner Geißler bewältigte die Schlichtung bei Stuttgart 21 mit Bravour und Detailkenntnis. Und Verbesserungen an dem Projekt standen am Ende auch auf der Agenda.“</p>
<ul>
<li><strong> </strong><em>Link zum Nachlesen: Josef Schunder, Heiner Geißler und Stuttgart 21. Schlichter mit eisernem Willen, Stuttgarter Zeitung, veröffentlicht am 12.09.2017, zuletzt online verfügbar am 16.09.2019, <a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.heiner-geissler-und-stuttgart-21-schlichter-mit-eisernem-willen.5dcccaba-64a9-464e-96b8-189b9ac32ce0.html">https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.heiner-geissler-und-stuttgart-21-schlichter-mit-eisernem-willen.5dcccaba-64a9-464e-96b8-189b9ac32ce0.html</a></em></li>
</ul>
<p>Auf dieser Grundlage eignet sich die Mediation als mögliche Lösung für Konflikte jeder Art. Ob bei öffentlichen Großbauprojekten oder Streitigkeiten zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Milieus. Mit einer Mediation ist die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt geschaffen: Es findet ein Dialog statt – endlich!</p>
<p><strong>Lösungsansatz 6: Die eigene Filterblase verlassen</strong></p>
<p>Unsere Facebook-Timeline ist personalisiert, unsere Freunde stammen oft aus dem gleichen Milieu und in unserer Mediennutzung spiegelt sich unsere politischen Ansichten. Ein Großteil unserer Bevölkerung lebt fast ganz automatisch in einer Filterblase. Wir nehmen nur das wahr, was zu unserer eigenen Denkweise passt. Andersartigkeit dringt insbesondere durch die Personalisierung von sozialen Netzwerken gar nicht erst an uns heran. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist aber genau das wichtig – das Wahrnehmen der Unähnlichkeit!</p>
<p>Soziologe Armin Nassehi spricht sich in einem Interview mit der Zeitung Die Welt vom 2. Juli 2019 für eine Vernetzung mit dem Unähnlichen aus. „Vernetzt euch nicht mit denen, die genauso sind wie ihr, sondern achtet auf Verschiedenheit. Man könnte auch das Diversity nennen“, betont Nassehi.</p>
<p>Auf die Frage, woher der aktuelle Hang zum Opportunismus und zur Konformität komme, antwortet Armin Nassehi: „Es sind nervöse Zeiten, in denen es vielleicht anspruchsvoller ist, sich mit den eher Unähnlichen zu vernetzen, dabei ist die Bestätigung von den Eigenen eher wohlfeil. Opportunismus ist oftmals eher ein Symptom für eine allzu begrenzte Analyse.“</p>
<p>Die eigene Filterblase zu verlassen ist eine gute Vorgehensweise, um der Entzweiung der Gesellschaft und der Konsensunfähigkeit entgegenzuwirken. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Schritt im Kleinen oder Großen stattfindet. Sich mit Ansichten, Denkweisen und Interpretationen zu konfrontieren, die einem fremd sind, trägt in jedem Fall zur Erweiterung des eigenen Horizontes bei.</p>
<ul>
<li><em>Link zum Nachlesen: Ulf Poschardt, Soziologe im Interview. Warum lieben die Deutschen das Verbot so sehr, Herr Nassehi, Die Welt,</em> <em>veröffentlicht am 02.07.2019, zuletzt online verfügbar am 16.09.2019, <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus196192607/Ulf-Poschardt-und-Armin-Nassehi-im-Interview-Blitzschach.html?ticket=ST-A-929423-JggKVuB7WcHLqpYDedKs-sso-signin-server">https://www.welt.de/politik/deutschland/plus196192607/Ulf-Poschardt-und-Armin-Nassehi-im-Interview-Blitzschach.html?ticket=ST-A-929423-JggKVuB7WcHLqpYDedKs-sso-signin-server</a></em></li>
</ul>
<p><strong>Lösungsansatz 7: Übersetzungskompetenzen entwickeln</strong></p>
<p>Unsere Welt wird immer komplexer. Schon vermeintlich einfache Entscheidungen erfordern ein Höchstmaß an Fachwissen und Kompetenz. Doch was wird aus den Menschen, die hier Defizite haben? Dazu könnte jeder von uns zählen, denn wer ist schon Experte in allem? Versuchen Sie doch einfach einmal, in einem Fahrradgeschäft ein passendes E-Bike auszuwählen, ohne den Preis als Entscheidungskriterium gelten zu lassen! In einer sich scheinbar immer schneller drehenden Welt, ist es umso wichtiger, bei den Interessengruppen Verständnis für Entwicklungen, Herausforderungen und Probleme zu schaffen.</p>
<p>Damit das funktioniert, ist eine „Übersetzungskompetenz“ notwendig. Diesen Lösungsansatz zeigt der Soziologe Armin Nassehi im zuvor genannten Interview mit der Zeitung Die Welt vom 2. Juli auf. Nassehi spricht von einer „Perspektivdifferenz“ und meint damit, „dass in einer Gesellschaft die Leute an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Probleme lösen müssen.“ Um ihre jeweiligen Herausforderungen verständlich zu machen, sei eine Übersetzungskompetenz nötig. „Diese Übersetzungskompetenz ist nach meinem Dafürhalten der Schlüssel für die Lösung der meisten großen Probleme, die wir derzeit haben“, erklärt Nassehi.</p>
<h3>Und noch ein Satz am Ende des für immer unvollendeten Blogbeitrages&#8230;</h3>
<p>Mein persönlicher Favorit unter den genannten Lösungsansätzen ist übrigens die Nr. 7. Wir alle können davon profitieren, Übersetzungsarbeit zu leisten, wenn wir nur wollen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. In diesem Sinne hoffe ich auf die Bewahrung und &#8211; als Zukunftsoptimistin &#8211; auch auf die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, ohne den ich mir ein Leben und Wirken nicht vorstellen mag.</p>
<p><em>Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag ist zuerst am 17. September 2019 auf www.meissner-communications.com erschienen und wurde aktualisiert. </em></p>
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		<h5>Autor</h5>
<h3>Jana Meißner</h3>
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		<title>Kommunikation und Resilienz: Worte sind wertvoll</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2022 13:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Resilienz zu leben bedeutet auch, Kommunikation zu verstehen. Denn nur mit Hilfe der Sprache können wir Wiederstände überwinden und ein Gemeinschaftsgefühl schaffen. Wie das gelingt, zeigt ein altbewährtes Modell aus der Kommunikationswissenschaft.  </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2022/09/kommunikation-und-resilienz/">Kommunikation und Resilienz: Worte sind wertvoll</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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		<p><strong>Resilienz zu leben bedeutet auch, Kommunikation zu verstehen. Denn nur mit Hilfe der Sprache können wir Wiederstände überwinden und ein Gemeinschaftsgefühl schaffen. Wie das gelingt, zeigt ein altbewährtes Modell aus der Kommunikationswissenschaft.  </strong></p>
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		<p>Wie kann ein Unternehmen oder eine Organisation resilienter werden? In Deutschland ist Organisationale Resilienz noch immer eine junge Disziplin, weshalb sich nur die wenigsten Unternehmer, Geschäftsführer und Manager diese Frage stellen. Wer sie sich jedoch stellt, wird schnell über Strukturen, Prozesse und Arbeitsabläufe nachdenken, die es zu optimieren gilt. Über Kommunikation jedoch spricht so gut wie niemand. Und das ist ein schwerer Fehler, denn nur wer sich richtig zu verständigen weiß, kann langfristig erfolgreich sein.</p>
<p>An dieser Stelle ist jedoch nicht die Rede von Markenkommunikation, Werbung oder Public Relations. Viel mehr ist es die Mitarbeiterkommunikation, die auf dem Weg zu einer resilienten Organisation eine große Rolle spielt. Sie braucht Mitarbeiter, die ebenfalls resilient sind, sich verstanden fühlen und als Teil einer Gemeinschaft sehen. Ist das nicht der Fall, so wird ein Unternehmen immer mit Missverständnissen, Intrigen und Grüppchenbildung zu kämpfen haben &#8211; und zwar auf allen hierarchischen Ebenen.</p>
<h3>Vier Seiten der Kommunikation</h3>
<p>Um eine solch schädliche Entwicklung zu vermeiden, bedarf es einiger Grundkenntnisse der Kommunikation. Führungskräfte können sich hier an den Theorien der Kommunikationswissenschaft orientieren. Diese helfen nicht nur dabei, Mitarbeiter und Kollegen besser zu verstehen, sondern auch die eigene Art der Verständigung kritisch zu hinterfragen. Eine dieser Theorien ist das Kommunikationsquadrat von Friedemann Schulz von Thun.</p>
<p>Schulz von Thun geht davon aus, dass die zwischenmenschliche Kommunikation immer vier Aspekte hat:</p>
<ul>
<li>den Sachinhalt</li>
<li>die Selbstoffenbarung</li>
<li>die Beziehungsebene</li>
<li>und den Appell</li>
</ul>
<p>&#8222;Ein und dieselbe Nachricht enthält viele Botschaften; ob er will oder nicht &#8211; der Sender sendet immer gleichzeitig auf allen vier Seiten&#8220;, schreibt der Kommunikationswissenschaftler in seinem Klassiker &#8222;Miteinander reden&#8220; (S.34). Was er konkret damit meint, wird in einem simplen Beispiel deutlich. Ein Mann (Sender) sitzt im Auto und sagt zu seiner Frau (Empfänger): &#8222;Du, da vorne ist grün.&#8220; Doch was bedeutet diese Aussage jetzt auf den vier unterschiedlichen Seiten?</p>
<ul>
<li>Sachinhalt: Die Ampel ist grün.</li>
<li>Selbstoffenbarung: Ich habe es eilig!</li>
<li>Beziehungsebene: Du brauchst meine Hilfestellung!</li>
<li>Appell: Gib Gas!</li>
</ul>
<p>Welcher Aspekt dieser Botschaft nun am meisten in den Fokus rückt, liegt an der Interpretation und den individuellen Erfahrungen des Empfängers. Wenn der Frau aus dem Beispiel in ihrer Kindheit nie etwas zugetraut wurde und andere Menschen ihr immer Hilfe aufzwangen, so wird ihre Reaktion auf der Beziehungsebene besonders drastisch sein. Doch auch der Mann verrät auf der Seite der Selbstoffenbarung etwas über sich. Er hat es eilig! Vielleicht, weil er von seinen Eltern zu Pünktlichkeit erzogen wurde und Strafen zu erwarten hatte, wenn er als Jugendlicher einmal zu spät nach Hause kam.</p>
<h3>Die gleichen Worte halten unterschiedliche Botschaften bereit</h3>
<p>Was ist das Learning aus diesem Beispiel zwischenmenschlicher Kommunikation? Es soll zeigen, dass eine einzige Aussage auf vielfältige Art und Weise interpretiert werden kann. Zwischen dem, was Sie sagen und was Ihr Gegenüber versteht, liegen Welten! Das ist immer so und das wird sich auch niemals ändern. Nun ist es jedoch nicht die Lösung, das Kommunikationsquadrat von Friedemann Schulz von Thun auswendig zu lernen und anzuwenden. Viel mehr kommt es darauf an, bei sich selbst und auch bei anderen Menschen zu erkennen, durch welche &#8222;Brille&#8220; eine Aussage gerade wahrgenommen wird. Während Person A durch grüne Gläser schaut, sind es bei Person B vielleicht blaue. Um in einem Gespräch resilient gegenüber diesen Färbungen zu sein, hilft oft eine einfache Frage: &#8222;Wie meinen Sie das?&#8220;</p>
<p>Gute Kommunikation in Unternehmen hängt von der Bewusstheit ab, mit der Führungskräfte und Mitarbeiter ihre eigenen blinden Flecken wahrnehmen, ansprechen und reflektieren. Nur vor diesem Hintergrund kann ein Gespräch ohne Missverständnisse und Fehlinterpretationen stattfinden. Ist diese Voraussetzung aber erst einmal gegeben, steigen Verbundenheit, Vertrauen und auch der Gemeinschaftssinn in einem Unternehmen. Und diese drei Faktoren wiederum bilden den perfekten Nährboden für Organisationale Resilienz.</p>
	</div>
</div>




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		<p><strong>Quellen:</strong><br />
Schulz von Thun, Friedemann (2011): Miteinander reden (49. Auflage, Hamburg)</p>
	</div>
</div>




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	</div> 
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		<h5>Autor</h5>
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		<title>Was die Jahreszeiten mit Resilienz zu tun haben</title>
		<link>https://www.22316mag.de/2022/03/jahreszeiten-und-resilienz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 12:33:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Natur schreibt ihre eigenen Gesetze. Diese lassen sich auch auf Organisationale Resilienz übertragen. Sommer und Winter spielen dabei eine besondere Rolle. Unternehmer, die langfristig erfolgreich sein wollen, können aber auch vom Eichhörnchen lernen. </p>
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		<h2>Erfolgsfaktor Krisenmanagement: Kein Business ist vor Krisen sicher</h2>
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		<p><strong>Die Natur schreibt ihre eigenen Gesetze. Diese lassen sich auch auf Organisationale Resilienz übertragen. Sommer und Winter spielen dabei eine besondere Rolle. </strong></p>
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		<p>Es ist Ende März und ganz Deutschland blickt mit Vorfreude dem Frühjahr entgegen. Die ersten sonnigen Tage gab es bereits und wie jedes Jahr um diese Zeit konnten wir die Begeisterung in den Gesichtern der Menschen entdecken, die nun in die Natur strömten. Der nahende Frühling bietet aber auch die Chance, sich an einige Naturgesetze zu erinnern und diese auf das eigene Business zu übertragen.</p>
<h3>Erfolg im Business folgt klaren Regeln</h3>
<p>Kürzlich fiel mir ein Buch in die Hände, das mich auf die Idee zu diesem Texte brachte. Es war der Bestseller „Die Gesetze der Gewinner“ von Money-Coach Bodo Schäfer. Er vergleicht darin die Jahreszeiten mit Erfolg im Business und schreibt: „Es gibt Sommerzeiten, in denen alles gelingt, aber auch Zeiten tiefen Winters, in denen nichts funktioniert. Es wird Zeiten geben, in denen Sie viel tun, aber trotzdem nur einige Teilergebnisse erzielen.“</p>
<p>Weiter führt Schäfer aus: „Manche Menschen suchen naiv eine Tätigkeit, bei der ewiger Sommer herrscht. Aber so wie sich in der Natur Sommer und Winter abwechseln, so wechseln sich auch im Geschäft gute und weniger gute Zeiten ab. Dies gilt überall und für jedes Geschäft.“</p>
<h3>Krisen werden definitiv kommen</h3>
<p>Dem Winter, also den schlechten Zeiten fürs Geschäft, kann niemand entgehen. Krisen werden definitiv kommen. An einem Punkt möchte ich die Worte Bodo Schäfers aber ergänzen: Jeder von uns kann sich schon im Sommer eine dicke Winterjacke kaufen! Und genau hier beginnt Organisationale Resilienz. Was meine ich mit dieser Metapher? Ich will sagen, dass wir aus diesem Wissen drei Lehren ziehen können, die uns besser auf den Winter vorbereiten und die jedes Business resilienter machen.</p>
<ol>
<li><strong>Risikomanagement betreiben<br />
</strong>Wer jetzt gerade erfolgreich mit seinem Business ist, also einen Sommer erlebt, sollte sich unbedingt damit beschäftigen, welche Aspekte ihn in eine Krise führen könnten. Jede Unternehmung geht mit ihrem Handeln Risiken ein. Diese sollten bekannt sein und auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die Stärke ihrer Auswirkungen geprüft werden.</li>
<li><strong>Rücklagen bilden</strong><br />
Ein Eichhörnchen versteckt im Jahr bis zu 10.000 Nüsse. Diese Vorräte plündert es dann, wenn es im Winter und Frühjahr kein Futter mehr findet. Unternehmer sollten ähnlich handeln und in guten Zeiten Rücklagen bilden, um in schlechten Zeiten von diesen zu zehren. Denn durch den Vergleich mit den Jahreszeiten wissen wir nun auch im Bezug auf unser Geschäft: Nach einem Sommer wird immer auch ein Winter kommen!</li>
<li><strong>Weiterentwicklung forcieren</strong><br />
Wer jetzt schon weiß, dass sein Business sowieso irgendwann kriseln wird, sollte nicht warten bis es soweit ist. Weiterentwicklung voranzutreiben ist existenziell und wird nur dann funktionieren, wenn bewusst neue Risiken eingegangen werden. Neben der Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen geht es aber immer auch darum, sich als Person weiterzuentwickeln.</li>
</ol>
<p>In meiner Arbeit als Berater erlebe ich oft Situationen, in denen Geschäftsführern diese drei Lehren nicht bekannt sind. Sie verklären ihre Situation und treffen dann falsche Entscheidungen. Vor einiger Zeit bekam ich einen Anruf. Die Geschäftsführerin einer Unternehmensberatung bat mich um Hilfe bei der Content Creation. Mit bedrückter Stimme erklärte sie mir, jetzt auch Inhalte erstellen zu müssen. Ich hörte der Frau zunächst aufmerksam zu, fragte nach ihrer Zielgruppe (Start-ups!) und machte erste Vorschläge für eine Content-Strategie. Schnell merkte ich aber, dass sie daran nicht im geringsten interessiert war.</p>
<p>Nach einer Stunde beendeten wir das Telefonat und sie versprach, sich bei mir zu melden. Das tat sie 14 Tage später und teilte mir mit, dass sie sich zunächst weiter auf die Bereiche Consulting und Sales konzentrieren wolle. Diese würden schließlich direkt für mehr Umsatz sorgen – im Gegensatz zur Content Creation. Ich versuchte ihr mit Hilfe eines Perspektivenwechsels die strategischen Vorteile von guten Inhalten zu erläutern, doch konnte nicht zu ihr durchdringen. Schließlich akzeptierte ich ihre Entscheidung und wünschte ihr viel Erfolg.</p>
<h3>Ein Winter in T-Shirts und kurzen Hosen</h3>
<p>Warum? Weil diese Frau nicht sehen konnte, was ich sah. Sie erlebte mit ihrem Unternehmen einen Sommer, doch war ihr keine der drei obigen Lehren bekannt. Sie hatte keine Ahnung von <strong>Risikomanagement</strong>, denn sonst wäre ihr bewusst gewesen, dass es höchst riskant ist, moderne und innovative Start-ups als Zielgruppe zu haben und selbst nur eine 90er-Jahre-Website zu besitzen. <strong>Rücklagen</strong> bildete sie ebenfalls nicht. Für die Bereiche Consulting und Sales plante sie mit neuen Stellen und wollte hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen. Diese sollten für <strong>Weiterentwicklung</strong> sorgen. Doch wo findet Recruiting heute statt? Online! Top-Personal wird sie also nicht bekommen, wenn ihr Unternehmen nicht in den Sozialen Netzwerken präsent ist. Content Creation hätte auf den zweiten Blick also doch einen großen Beitrag zur Existenzsicherung ihres Unternehmens geleistet.</p>
<p>Der Geschäftsführerin dieser Unternehmensberatung steht irgendwann ein harter Winter bevor. Leider hat sie für ihre unternehmerische Reise nur T-Shirts und kurze Hosen eingepackt.</p>
	</div>
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		<p><strong>Literaturverzeichnis:<br />
</strong>Schäfer, Bodo: Die Gesetze der Gewinner (2003), S. 37f</p>
	</div>
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<h3>Luca Cordes</h3>
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		<title>Mut ist die neue Macht</title>
		<link>https://www.22316mag.de/2021/12/mut-ist-macht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luca Cordes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 07:39:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dimension Mentales & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationale Resilienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mut ist schwer messbar. Und doch ist sich die Wissenschaft einig: Wer als Unternehmer:in mutig ist, besitzt mehr Lebenszufriedenheit und lebt stressresistenter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.22316mag.de/2021/12/mut-ist-macht/">Mut ist die neue Macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.22316mag.de">22316_MAG</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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		<p align="LEFT"><strong><span style="color: #5a5a5a;"><span style="font-size: large;"><span lang="de-DE">Mut ist schwer messbar. Und doch ist sich die Wissenschaft einig: Wer als Unternehmer:in mutig ist, hat gleich zwei entscheidende Vorteile.</span></span></span></strong></p>
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		<p>Das Thema Mut ist komplex. Noch immer ist die Verhaltenseigenschaft in der Fachliteratur nicht einheitlich definiert. Aus persönlichen Erfahrungen können wir mutige Taten benennen, dennoch können die Situationen individuell stark variieren. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass wir risikoreiche Situationen unterschiedlich einschätzen und zudem kulturell vorgeprägt sind, in welcher Weise wir Mut begreifen. Worüber man sich in der Psychologie einig sein kann, ist, dass Mut als ein Merkmal klassifiziert wird, das im Umgang mit schwierigen Situationen in Erscheinung tritt.[1] Wer mutig ist, verfolgt ein Ziel und nimmt in Kauf, mit einem Widerstand konfrontiert zu werden.[2] Somit besitzen mutige Situationen immer ein Schlupfloch, um frei handeln zu können, und die Aussicht auf einen Erfolg, der auch anderen Menschen guttut.[3]</p>
<h3>Warum wir nicht über Ängste sprechen müssen</h3>
<p>Mut ist folglich in erster Linie situativ und braucht mindestens zwei Personen, um als solcher erkennbar zu sein. Für viele Menschen wird Mut automatisch mit Angst assoziiert. Warum dies nicht zielführend ist, zeigt folgende Studie. In einem Laborexperiment wurden zwei Personengruppen mit einer stressauslösenden Situation konfrontiert. Während die Kontrollgruppe aus normalen Menschen bestand, zählten zu der Experimentalgruppe ausschließlich Personen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit Bomben entschärfen. Mit mehreren Tests konnte festgestellt werden, dass diese Gruppe weniger körperliche Anzeichen von Angst im Vergleich zur Kontrollgruppe aufwies.[4] Demnach kann eine mutige Handlung zwar Angst mit sich bringen, ihre Abwesenheit muss im Umkehrschluss aber nicht bedeuten, dass die Tat als weniger mutig gilt.</p>
<h3>Die Grundzutaten für mehr Lebenszufriedenheit</h3>
<p>Es lohnt sich, die Perspektive zu wechseln und sein Hauptaugenmerk auf die Ressourcen zu legen, die in mutigen Situationen von Nöten sind. Diesen Fokus nimmt die Positive Psychologie ein, die gleichzeitig die Grundlage für Resilienz bildet.[5] [6] Wenn man zu Mut im Arbeitskontext recherchiert, stößt man immer wieder auf den Begriff PsyCap. Frei übersetzt ist hiermit das individuelle Vermögen gemeint, um erfolgreich mit risikoreichen Situationen umgehen zu können. Bestandteile von PsyCap sind Selbstvertrauen, Optimismus, Hoffnung und Resilienz.[7] In Studien konnte bewiesen werden, dass PsyCap in der Summe effektiver ist als in der separaten Anwendung seiner einzelnen Bestandteile. Eine Umfrage unter Unternehmer:innen hat zudem ergeben, dass Menschen mit einem höheren PsyCap stressresistenter sind als die Durchschnittsbevölkerung.[8] Zudem gilt PsyCap als Schlüssel zwischen Mut im Unternehmenskontext und der eigenen Lebenszufriedenheit.[9]</p>
<h3>MUT-Management oder How to MUT als Unternehmer:in</h3>
<p>Wer bei Unternehmer:innen nur an ökonomischen Erfolg als Motivator denkt, liegt also falsch. Wer langlebig ein Unternehmen führen will, sollte in schwierigen Situationen Mut beweisen können. Know-how und Macht bringen wenig, wenn in entscheidenden Momenten nicht das Ruder in die Hand genommen wird. Als Führungskraft steht man in der Verantwortung, seinem Team ein Mut-Umfeld aufzubauen und dieses zu stärken. Dazu zählt unter anderem auch, Ängste als menschliche Emotion anzuerkennen. Wenn Mut Teil des Unternehmens ist, wird Mut auch Teil der Mitarbeitenden.[10] Menschen, die ihrem Team vertrauen, fühlen sich sicherer, Risiken einzugehen und Neues auszuprobieren.[11] Mut ist somit Kern einer modernen Management-Praxis und sollte praktiziert werden, um das Unternehmen voranzubringen und zukunftsfähig zu machen.[12]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[1] Şen und Mert 2020.<br />
[2] Peterson und Seligman 2004.<br />
[3] Rate et al. 2007.<br />
[4] Cox et al. 1983.<br />
[5] Peterson und Seligman 2004.<br />
[6] Brendtro et al. 2006.<br />
[7] Bockorny und Youssef-Morgan 2019.<br />
[8] Baron et al. 2016.<br />
[9] Bockorny und Youssef-Morgan 2019.<br />
[10] Şen und Mert 2020.<br />
[11] Sinek 2015.<br />
[12] Şen und Mert 2020.</p>
	</div>
</div>




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		<h4>Literaturverzeichnis:</h4>
<p><a name="_CTVL001c4d40026f6574a1ba8cd1687288e79bb"></a><span style="font-size: small;">Baron, Robert A.; Franklin, Rebecca; Hmieleski, Keith (2016): Why Entrepreneurs Often Experience Low, Not High, Levels of Stress: The Joint Effects of Selection and Psychological Capital. In: <i>Journal of Management </i>42 (3), S. 742–768.</span></p>
<p><a name="_CTVL0013bb3357fe4c6442ab3233f4b49ffb536"></a><span style="font-size: small;">Bockorny, Kristi; Youssef-Morgan, Carolyn M. (2019): Entrepreneurs&#8216; Courage, Psychological Capital, and Life Satisfaction. In: <i>Frontiers in psychology </i>10, S. 789. DOI: 10.3389/fpsyg.2019.00789.</span></p>
<p><a name="_CTVL001277a6caf35e342c6a76183d29fc3debe"></a><span style="font-size: small;">Brendtro, Larry; Brokenleg, Martin; Bockern, Steve (2006): The Circle of Courage and Positive Psychology. In: <i>Reclaiming Children and Youth: The Journal of Strength-based Interventions </i>14.</span></p>
<p><a name="_CTVL001a7061c89617641c59513357c1f7fbd31"></a><span style="font-size: small;">Cox, D.; Hallam, R.; O&#8217;Connor, K.; Rachman, S. (1983): An experimental analysis of fearlessness and courage. In: <i>British journal of psychology (London, England : 1953) </i>74 (Pt 1), S. 107–117. DOI: 10.1111/j.2044-8295.1983.tb01847.x.</span></p>
<p><a name="_CTVL001150daceecb93435bab5808db519bcbb7"></a><span style="font-size: small;">Peterson, Christopher; Seligman, Martin E. P. (2004): Character strengths and virtues. A handbook and classification. Washington DC, New York: American Psychological Association; Oxford University Press.</span></p>
<p><a name="_CTVL0010442400bad4c49f8a4840fbc4f940927"></a><span style="font-size: small;">Rate, Christopher R.; Clarke, Jennifer A.; Lindsay, Douglas R.; Sternberg, Robert J. (2007): Implicit theories of courage. In: <i>The Journal of Positive Psychology </i>2 (2), S. 80–98. DOI: 10.1080/17439760701228755.</span></p>
<p><a name="_CTVL0016cc790d9f4ab47998883bec0d2381a94"></a><span style="font-size: small;">Şen, Cem; Mert, Ibrahim (2020): Courage Management: Courage as a Management Tool in &#8222;Social and Humanities Sciences: Theory, Current Researches, and New Trends&#8220;. In: Jayashree Sapra und Bhavya Kumar (Hg.): INTER-RELATION OF PSYCHOLOGICAL SAFETY, COURAGE AND VULNERNABILITY IN THE WORKPLACE (5), S. 160–183.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Sinek, Simon (2015): Leaders Eat Last: Why Some Teams Pull Together and Others Don&#8217;t. In: <i>The Journal of Chiropractic Education </i>29 (2), S. 159–160.</span></p>
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