Skip to main content

Zusammenfassung

Der Beitrag „Worte an 2024“ macht deutlich, dass das neue Jahr vor allem von Unsicherheit, Krisen und einer spürbaren Belastung von Menschen und Organisationen geprägt sein wird. Gleichzeitig ist die zentrale Botschaft, dass Resilienz nicht aus Optimismus entsteht, sondern aus Klarheit, Haltung, Dialog und der Bereitschaft, sich auch mit schwierigen Realitäten ehrlich auseinanderzusetzen. Unternehmen sollten sich deshalb nicht auf bloße Durchhalteparolen verlassen, sondern Führung, Kommunikation und Lernfähigkeit bewusst stärken, um in einem komplexen Umfeld handlungsfähig zu bleiben.

Zentrale Handlungsempfehlungen für Unternehmen zum Schutz vor Krisen- und Resilienzrisiken sind unter anderem:

  • Regelmäßige Risikoanalysen durchführen
  • Verifikationsprozesse etablieren
  • Mitarbeitende schulen
  • Technische Absicherung nutzen
  • Krisenkommunikation vorbereiten

Kontaktieren Sie uns bei www.meissner.group für Ihre individuelle Risikoanalyse, für eine Wirtschaftsmediation und in Akutfällen für Krisenkommunikations- und Krisenmanagement-Beratung.

Zum Beitrag „Worte an 2024 von Herausgeberin Jana Meißner“

In einer Zeit, die von Krisen und globalen Spannungen geprägt ist, wirkt die Welt, als befände sie sich am Limit. Kriege sind entflammt und ziehen einen düsteren Schleier über das europäische Miteinander. Gleichzeitig durchdringt die Künstliche Intelligenz (KI) unseren Alltag und birgt Chancen wie Risiken in einem revolutionären Ausmaß, während uns eine endlose Flut schlechter Nachrichten Tag für Tag erdrückt. Nichts geht mehr!

Unsere Realität ist eine Einbahnstraße und das Navigationssystem führt uns auf der schnellsten Route von VUKA (volatil, unsicher, komplex und ambivalent) zu BANI (brittle, anxious, nonlinear, incomprehensible = brüchig, ängstlich, nicht linear und unbegreiflich).

Verdeutlicht die Eskalation von Konflikten und Kriegen das Bild einer Welt, die nicht mehr zu retten ist? Ein altes, längst überwunden geglaubtes Naturgesetz scheint wieder zu gelten: Der Stärkere gewinnt! Nationen sind in Auseinandersetzungen verstrickt, die nicht nur um geopolitische Dominanz, sondern auch um Ressourcen und Ideologien kreisen. Der Frieden, der für Generationen jahrzehntelang Normalität war, gilt mittlerweile als rares Gut.

Gleichzeitig steht die Künstliche Intelligenz wie ein ungebetener Gast vor der eigenen Haustür und hat neben technologischen Fortschritten auch gewaltige Schattenseiten im Gepäck. Beginnend bei Fragen über die Kontrolle „intelligenter“ Maschinen, die Auswirkungen auf Arbeitsmärkte und die eigene Privatsphäre bis hin zu autonom agierenden Waffensystemen, massiver Überwachung und der immer schwerer werdenden Trennung von echten und Fake News. Der Niederländer David van Weel, beigeordneter Nato-Generalsekretär, erklärte in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ vom 31.10.2023: „Es gibt Prognosen, wonach in fünf Jahren 90 Prozent aller Informationen fake sein werden.“ Eine erschreckende Zahl, die wohl jeden überfordert!

Was tun?

Trotz dieser tristen Aussichten birgt die „Welt am Limit“ auch die Möglichkeit des Innehaltens und der Umkehr. Sie birgt die Chance einer Renaissance von persönlichen Begegnungen, von Kommunikation und Nachrichten-Verifizierung – von Werten, die wir im Moment durch den technischen Fortschritt nicht zu brauchen glauben, die uns jedoch über viele Jahrzehnte hinweg Stabilität und relative Zufriedenheit verschafft haben. Es wäre die Rückkehr des Echten! Genau jetzt ist es an der Zeit, kollektiv nach Lösungen zu suchen, um Konflikte zu befrieden, künstliche Intelligenz verantwortungsbewusst zu gestalten und den Fokus auf positive Veränderungen zu lenken.

Laut einer schwedischen Forschergruppe vom Stockholm Resilience Centre ist „der Mensch als Spezies unglaublich kreativ. Wir sind in der Lage, innovativ zu sein und uns an viele Umstände anzupassen, und wir können in erstaunlich großem Umfang kooperieren“, heißt es in dem Fachmagazin „Philosophical Transactions oft the Royal Society B“, aus der die Zeitung „Die Welt“ am 16.11.2023 zitiert hat. Fakt ist tatsächlich: Schlechte Nachrichten und auch globale Konflikte sind natürlich kein neues Phänomen. Doch insbesondere Kriege waren in den letzten Jahrzehnten immer so weit weg, dass sie kein Teil unserer Realität mehr sind und wir kein „Training“ in der Konfrontation damit haben. Stattdessen verharren wir im Verteilungsmodus und hoffen, dass schon irgendwie alles gut werden wird. Das muss aufhören!

Ein Auftrag an 2024

In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, was einen zufriedenen Menschen ausmacht. Laut Karlheinz Ruckriegel, Glücksforscher und Volkswirt an der Technischen Hochschule Nürnberg sind das „gute soziale Beziehungen, Gesundheit, Engagement und befriedigende Arbeit, ein gewisses Maß an persönlicher Freiheit, die innere Haltung und genug Einkommen zur Befriedigung der wesentlichen materiellen Bedürfnisse“ (Die Welt, 30.10.2023). Diese Aussage ist nichts weniger als ein gesellschaftlicher Auftrag an uns alle und an das Jahr 2024!

Ein Auftrag, der klarer nicht sein könnte: Mehr persönliche Kommunikation, mehr Fokus auf Lösungen, mehr verifizierte Fakten und Pressefreiheit, mehr Miteinander – mehr echt sein! Wenn wir diese Vorsätze leben und Worten Taten folgen lassen, dann kann das neue Jahr gerne kommen.

Ihre Jana Meißner, Herausgeberin des 22316_MAG und Geschäftsführende Gesellschafterin der MEISSNER The Resilience Company GmbH

Jana Meißner Resilienz-Expertin
Autor

Jana Meißner

Kommentar schreiben