Zusammenfassung
Der Beitrag „Kintsugi“ zeigt, dass Resilienz nicht darin besteht, Brüche zu verstecken, sondern Verletzungen sichtbar zu integrieren und daraus neue Stärke zu entwickeln. Kintsugi macht deutlich: Was beschädigt wurde, kann nicht nur repariert, sondern aufgewertet werden – mit einer Haltung der Akzeptanz, Achtsamkeit und Wertschätzung für das Gewordene. Unternehmen sollten dieses Prinzip als Leitbild verstehen, um Krisen, Fehlentwicklungen und Transformationen nicht zu tabuisieren, sondern bewusst in Lernen, Kultur und Weiterentwicklung zu überführen.
Zentrale Handlungsempfehlungen für Unternehmen:
- Brüche und Fehler frühzeitig sichtbar machen, statt sie zu verdecken oder zu ignorieren.
- Verifikationsprozesse etablieren, damit Krisenursachen sauber erkannt und nicht kosmetisch überdeckt werden.
- Mitarbeitende schulen, damit sie eine Kultur der Reflexion, Lernbereitschaft und Reparatur mittragen.
- Technische und organisatorische Absicherung nutzen, um aus Schäden nachhaltige Verbesserungen abzuleiten.
- Krisenkommunikation vorbereiten, damit Schwächen offen, würdevoll und lösungsorientiert angesprochen werden können.
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Zum Beitrag „Kintsugi – Scherben bringen Glück – Ein Buchtipp“
Organisationale Resilienz ist eine Zukunftskraft! Die Management-Praxis hilft Organisationen zu überleben und zu gedeihen. Um diese Zukunftskraft geht es auch in diesem kleinen Buch: „Kintsugi – Scherben bringen Glück“, geschrieben von Pascal Akira Frank. Kintsugi ist eine uralte japanische Handwerkskunst. Längst hat sich daraus eine der stärksten und erfolgreichsten Lebenslehren entwickelt, die Japan zu bieten hat. Von ihr können wir sehr Wertvolles in den organisationalen Kontext übertragen. Ein Lesetipp!
Kintsugi schafft Transformation
Im Buch „Kintsugi – Scherben bringen Glück“, erschienen 2019 im Gräfe und Unzer Verlag, beschreibt Autor Pascal Akira Frank den Prozess der Resilienz in wunderbar leichter Sprache und mithilfe der Analogie zu einer geliebten Teetasse, die zu Bruch geht. Sie wird auf Kintsugi-Weise in mehreren Prozessschritten repariert. Das Besondere an Kuntsugi: Das kaputte Stück wird nicht einfach nur zusammengeklebt und der Bruch kaschiert. Ganz im Gegenteil: die Bruchstellen werden vergoldet. Auf diese Weise wird die Tasse zu einem stabileren und wertvolleren Gegenstand und zu einem echten Unikat transformiert.
Wenn Unternehmen vor einem Scherbenhaufen stehen
Auch im organisationalen Kontext geht es um Risse und Bruchstellen: Fehler passieren, Gewinn-Erwartungen bleiben unerfüllt, Business-Konzepte scheitern, Krisen drohen mitunter die unternehmerische Existenz gänzlich zu vernichten. Wie geht die Management-Praxis Organisationale Resilienz mit all diesen Problemen um? Wie die japanische Handwerkskunst auch: Sie geht davon aus, dass das (Wirtschafts-) Leben grundsätzlich fragil und von Brüchen und Rissen gezeichnet ist. Doch statt an diesen zu scheitern, ist sie davon überzeugt, dass Individuen und Organisationen an Niederlagen wachsen und sie als wertvolle Lebenslinien annehmen können. „Entdecke das Gold in deinen Krisen“: Die Zukunftskraft der Wirtschaft, Resilienz, ist davon überzeugt, dass Risse und Brüche bereichern und Individuen und Organisationen stärker machen. Riss- und Bruchstellen sind im organisationalen Kontext ein sichtbares Zeichen von Stärke. In ihnen liegt das Potenzial der Zukunft, dass es zu entdecken gilt.
Buchtipp
Wer eine kleine Einführung in die Resilienz lesen mag, dem sei der japanische Weg der Resilienz in Buchform wärmstens empfohlen. Lesedauer: 2 Stunden.
Kintsugi
Scherben bringen Glück
Pascal Akira Frank
2019, Gräfe und Unzer Verlag
ISBN 978-3-8338-6859-7
€ 12,99